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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1917-01-01 · Heft 1 · p. 51

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
61 (1917)
Issue
Heft 1
Article
Joseph Jonas Theomim-Fränkel, Rabbiner in Krakau (1742 - 1945), und seine Zeit
Date
1917-01-01
Page
51 (sequence 1)
Language
German
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Joseph Jonas Theomim-Fränkel, Rabbiner in Krakau (1742—1745), und seine Zeit. Von Majer Balaban-Lemberg. (Fortsetzung.) VI. Das Urteil wurde in Krakau am 12. Mai 1741 gefällt. Damit war die Autorität des Rabbiners selbstverständlich zu Ende. In der Landsmannschaft hatte man schon seit der Taufe seines Bruders an die Wahl eines anderen Rabbiners gedacht und die Seniores der kleinpolnischen Landsmannschaft, Chaskiel (Ezechiel) Landau aus Tarnöw ,Ezechiel Landau ausOpatöw und Meier aus Pinczöw, kündigten officiell ihrem Rabbiner das Amt und den Gehorsam auf. Jetzt wurde die Sache noch ernster für ihn, da auch die drei (von den vier) Vorstehern der Krakauer Gemeinde alle ihre Beziehungen zum Rabbinat abbrachen. In seiner Verzweiflung wandte sich David Schmelka an den Wojewoden von Sandomierz, da er beim Wojewoden von Krakau, Lubomirski, nichts mehr zu suchen hatte. Johann Graf Tar^o auf Schloß T^czyn, Wojewode von Sandomir, nahm sich des Rabbiners an, zumal er lange Zeit außer Landes gewesen war, und von allen diesen bösen Vorgängen keine Ahnung hatte, ln einem Schreiben, d. d. Opole, 7. Juni 1742, forderte er die Seniores der Landsmannschaft auf, sich darüber zu rechtfertigen, »warum sie dem Krakauer Rabbiner den Gehorsam aufgekündigt hätten. Der Rabbiner war seiner Zeit vom Wojewoden bestätigt worden, daher durften die Seniores nichts gegen ihn unternehmen, bevor sie nicht ihren Herrn davon verständigt hatten«. Er berief alle Landesältesten auf sein Schloß in Opole für den l.Juli 1742; erst dort sollte die Angelegenheit geschlichtet werden; bis dahin 4*

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