Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 59 (1915)
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1915-01-01
- Page
- 38 (sequence 2)
- Language
- German
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38 Kurze Mitteilungen und Besprechungen. masoretischen Texte gegeben. Zugrunde gelegt sind die von Hahn, Letteris und Kittel besorgten Ausgaben. Selbst die masoretischen Randnoten, die Lesarten nach Ben Ascher und Ben Naphtali usw. sind sorgfältig auf genommen. Druckfehler sind mir nicht auf gestoßen. Sachlich muß es S. 148 zu Ezech. 1, 1 natürlich הפטרה (statt הפטרת) heißen. Jer. c. 1 (S. 143) ist in der Regel die Haftara für die Perikope פנחס und nur in den sehr seltenen Fällen, in denen פ' מטות und פ' מסעי auf zwei verschiedene Sabbate verteilt werden, diejenige für פ, מטות. Für פ' שמות kommt sie nur im sephardischen Ritus zur Verwendung. Hiernach ist auch die Schlußbemerkung zu Jer. c. 2 entsprechend zu berichtigen. Wertvoll sind die beigegebenen Anhänge, die Proben von unpunktiertem Texte (S. 207—210), vom Stile des hebr. Sirachbuches (S. 210 f.), von der althebräischen Schrift (S. 212), von der supralinearen (Babylonischen) Punktation (S. 213) und sogar von den jüdisch-deutschen Lettern (S. 214 f.) darbieten. Die Ausstattung ist vortrefflich und, dieser entsprechend, der Preis von 3,20 M. (geb.) sehr billig. Freilich kann man für 2/3 des Preises schon die ganze hebräische Bibel erwerben. Im Begriff, die vorstehenden Zeilen in den Druck zu geben, erhalte ich soeben noch das jüngst im Druck vollendete ״Florilegii hebrafci Lexicon“ von demselben Verfasser. Darin hat der Herausgeber die in seinen Texten vorkommenden hebräischen Wörter alphäbetisch verzeichnet und mit lateinischen und deutschen Übersetzungen versehen. Die lateinische Übersetzung folgt, dem Zweck des Lehrmittels entsprechend, in der Regel der Vulgata, die deutsche den besten und neuesten Erzeugnissen der hebräischen Lexicographie von Cassel, Gesenius-Buhl und König. Die unentbehrlichen Erläuterungen sind in Cursivschrift gedruckt. Die Milel zu sprechenden Wörter sind überall durch eine Mahpach über dem betreffenden Buchstaben bezeichnet. Die Arbeit des Verfassers zeichnet sich auch diesmal durch Gründlichkeit und Sorgfalt aus. Nur selten ist eine Kleinigkeit zu bemerken. S. 11, Sp. 2, z. B. muß sowohl גדולה als גדלה ein Dagesch im Lamed erhalten. Ob man berechtigt ist, einen st. absol 15,2) הדום) zu konstruieren, erscheint mir zweifelhaft. Auch Stade z. B. nimmt einen solchen nicht an. Was der Verfasser mit 16,1) היעצה) Nifa! von עצה, meint, weiß ich nicht. Den Stamm עצה. den es bekanntlich gibt, bringt auch der Verfasser nirgends. Die eckige Klammer um 18,2) ורוע) ist überflüssig wegen Lev. 11,37. Das Wort gehört übrigens