Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 57 (1913)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Zehnter Jahresbericht der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums
- Date
- 1913-01-01
- Page
- 119 (sequence 1)
- Language
- German
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Protokolle. 1. Zehnter Jahresbericht der Hesellschait zur Förderung der Wissenschaft des Judentums Wieder ist es uns eine schmerzliche Pflicht, zu Beginn dieses Berichtes zweier unserer verdientesten Mitarbeiter, die das Zeitliche gesegnet haben, dankbar zu gedenken. Am 19. Januar d. J. verschied Herr Privatdozent Dr. Georg Caro-Zürich, ״von dessen »Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Juden im Mittelalter und in der Neuzeit« der erste Band als Teilwerk unseres »Grundrisses« erschienen ist. Am 3 September d. J. entriß der Tod Herrn Universitätsprof essor D. Dr. Nikolaus Müller-Berlin seinen zu einem großen Teile der Wissenschaft des Judentums gewidmeten Studien. Wie das oben genannte Caro’sche Werk gehört auch die Müller’sche Schrift über »Die jüdische Katakombe am Monteverde in Rom« zu den besten Leistungen, die unsere Gesellschaft bisher aufzuweisen hat. Beiden Gelehrten werden wir ein treues Andenken bewahren. Auch das abgelaufene Geschäftsjahr stand im Zeichen des steten Aufstiegs, dessen die Gesellschaft sich bisher zu erfreuen hatte. Die Generalversammlung, die am 3. Januar 1912 in Berlin stattfand, wählte den bisherigen Ausschuss durch Zuruf wieder, der sodann in seiner anschließenden konstituierenden Sitzung den Unterzeichneten Vorstand in seinen Ämtern bestätigte. Unsere Mitgliederzahl ist von 1360 auf 1495 gestiegen. Mit großer Genugtuung verzeichnen wir den Zuwachs an Mitgliedern — unter ihnen die Kultusgemeinden zu Czernowitz, Mährisch-Ostrau, Pecs in Österreich-Ungarn, — wo wir im Berichtsjahre mit einer Propaganda eingesetzt haben. Die Rechte eines Stifters erwarben Herr Oscar und Frau Betty Tietz-Beriin, welche bei unserer Ge- Seilschaft eine «Oskar und Betty Tietz-Stiftung« mit einem Betrage von 5000 Mark begründeten, die Herren Prof. A. Sachs-Breslau und .Etatsrat I. S. S alomonsen-Kopenhagen; ferner ließen den verstor-