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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 1 · p. 59

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 1
Article
Jakob Polak, der Baal Chillukim in Krakau und seine Zeit
Date
1913-01-01
Page
59 (sequence 1)
Language
German
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Jakob Polak, der Baal Chillnkim in Er&k&n, und seine Zeit. Von Majer Balaban. »Der Begründer des Pi I p׳ul, Jacob Polak, war gegen Ende des XV. Jahrhunderts Rabbiner in Prag; infolge eines, zu leichtfertig erteilten Scheidebriefes geriet er in Streit mit den gelehrtesten Rabbinern seiner Zeit, wurde sogar in den Bann getan und mußte, wie es scheint, Prag verlassen. Nur ein Rabbiner stand ihm zur Seite, das war Meier Pfefferkörn, dessen Frau und Kinder im Kerker schmachteten und nur durch dem Einfluß von Polaks Schwiegermutter ihre Freiheit erlangten. Diese Schwiegermutter Polak’s hatte großen Einfluß am böhmischen Hofe und wollte ihn nur dann zu Gunsten Pfefferkorn’s ausnützen, wenn er den von Polak erteilten Scheidebrief gutheisse.« Dies ist mehr oder weniger der Inhalt der von öraetz erzählten Episode aus dem Leben Polak’s, Diese Episode ist auch die einzige, die uns Graetz mitteilt. Als Quelle dazu benützte er eine Notiz, die ihm von Raphael Kirchheim1) mitgeteilt wurde, und in der erzählt wird, Polak’s Schwägerin, die Schwester seiner Frau, sei in jugendlichem Alter einem gewissen David Senders angetraut worden. Als sie älter wurde, wollte sie mit dem Manne nicht leben und bat ihren Schwager, die Ehe aufzulösen. Auf ihre einfache Erklärung hin: »Ich mag den Mann nicht U erklärte Polak die Ehe für aufgelöst, obwohl circa 50 Jahre vorher Rabbi Menachem von Merseburg diese Art der Scheidung untersagt hatte. Gerade das hatte gegen 1j Ueber ihn siehe Zeitiin, Bibi. hebr. post-Mendelssohniana S, 171-173.

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