Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 51 (1907)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Vierter Jahresbericht der Gesellschaft [zur Förderung der Wissenschaft des Judentums]
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 120 (sequence 3)
- Language
- German
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120 Mitteilungen der Gesellschaft. 4. Herrn Dr. Yahuda (Berlin) für seine Ausgabe von Bachjas »Herzenspflichten«; 5. Herrn Ben Jehuda (Jerusalem) für die Ausgabe seines »Hebräischen Wörterbuches«; 6. dem »Verein für jüdische Statistik« für seine »Statistik der deutschen Juden«; 7. Herrn Dr. Rosenthal (Pr. Stargard) und 8. Herrn Dr. A. Samter (Berlin) persönliche Subventionen und 1. Herrn Dr. Herzog (Prag-Smichow) für seine Edition des »Joseph ben Elieserschen Superkommentars zu Ibn Esra«; 2. Herrn Ratner (Wilna) für die nächste Lieferung seiner »Varianten zum palästinensischen Talmud«; 3. Herrn Jawitz (Homburg) und seinem Gehilfen für ihre Arbeiten zum »Corpus Tannaiticum«; 4. Herrn Prof. Dr. N. Müller für seine »Katakombenforschungen in Rom«. Herr Prof. Dr. N. Müller, Professor an der Universität Berlin, rühmlichst bekannt auf dem Gebiet der christlichen Katakombenforschung, ist seit dem Jahre 1883 mit der Erforschung aller aus dem Altertum und der ersten Hälfte des Mittelalters stammenden jüdischen Begräbnisstätten Italiens beschäftigt, welche, zumal nach der im Jahre 1885 neu entdeckten jüdischen Katakombe in Rom, sowie insbesondere nach der im Jahre 1904 erfolgten Wiederentdeckung der bereits von dem berühmten Archäologon Antonio Bosio (1602) gekannten Katakombe am Monteverde in Rom eine Fundgrube für unsere Kenntnis der alten jüdischen Gemeindeverfassung sowie der Geschichte des Judentums in Italien zu werden versprechen. Herr Prof. Müller, welcher während seines mehrfachen Aufenthaltes in Italien die Ausgrabungen persönlich, mit selteuer Umsicht und Ausdauer, unter Strapazen und Entbehrungen, zum Teil selbst unter Lebensgefahr geleitet hat, berichtet über die bisherigen Resultate der Erforschung der zuletzt genannten Katakombe:. Sie ist die älteste der bisher bekannt gewordenen jüdischen Begräbnisstätten in Italien, und bietet als solche unbekannte Grabräume und Grabformen. An Inschriften hat Herr Prof. Müller während seiner früheren Ausgrabungen 130, im letzten Herbst 45 gefunden; von diesen haben 4 hebräischen Text, andere lateinischen Text, und zwar sind diese älter als die bisher bekannten griechischen Epitaphien. Diese Inschriften vermitteln uns die Kenntnis einer ganzen Reihe neuer Männer- und Frauennamen, verschiedener römischer Synagogengemeinden, ihrer Namen, ihrer Beamten und ihrer Verfassung; sie isind ferner reich an — zum Teil unbekannten — Emblemen und־