Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 1 · p. Seite 37

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 1
Article
Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit
Date
1907-01-01
Page
Seite 37 (sequence 21)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2829132-2829803-2829805-2846265--35067-2846326
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Der Olbau in Palästina in der tannaitischen Zeit. 3? Das Maß in Salzwasser zu legen, gilt als ein Betrug1). Wahrscheinlich benutzt man beim Eingießen des Öls den (beim Wein erwähnten) Trichter2). Im Verkauf ist Öl, seiner großen Verbreitung entsprechend, sehr billig. In einem Kruge oder in einer Flasche befindet sich Öl im Werte von drei Pfennigen (einem 3(אסר). Eine genaue Feststellung des Preises ermöglicht diese Angäbe nicht, da die Krüge in der Größe stark von einander abweichen. Auch andere spärliche Nachrichten geben kein ganz klares Bild, doch wird der Preis im Durchschnitt etwa 3 Pfennige für den Liter betragen haben4). Weinverkäufer dadurch hat, daß er des Schaumes wegen das Maß nicht vollgießen kann, heißt בידוד Bes. 3,8. *) T. bb. 5,7 (405). Mehr hat dies auf die Gewichte Bezug, von denen hier ebenfalls die Rede ist. Von Metallmaßen kann die Stelle keineswegs handeln. 2) Ab. sar. 5,7. 8) In einem כד bk. 8,6. — Flasche צלוחית bb. 5,9, T. bb. 5,2 (404) ibld. Das Kind wird mit der Flasche zum Krämer gesandt und bekommt ein פונדיון (Mischnah) oder einen אסר (Tosefta) zum Kaufe mit, vgl. B. Zuckermann, über talmudische Münzen und Gewichte, p. 23 u. 22. Krauss II, p, 427 und 37. 4) Eine Berechnung kann sich zunächst auf zwei Stellen des Josephus stützen. Vita § 13 ךap ׳rcapoc asv szstvou? 5t0CT0c tvjv Katcapstocv toü? Suo &s7׳T0cg SpajyAvfe jua$ TCcaXoupivous sv Ss ־׳roT<; TioyoLkoic, ׳rous öy^otikovtoc '£sgtoc<; Spa^picov TSGraapov סזזדcv ׳rd s'Xguov ogov 7!v sxs? (H£7rspui&T0 und bell. jud. II, 21,2 cuvom1>[/ivo<; Ss TOU Tuptou V0[/i<7|J1aT0$, 0 TS<7<70Cpa$ ,AtTIXOC«; SuVOCTat ׳TSGGOCpOC(;■ a(/.<popst? T?i> ocÖTffe s7UL7rpaG%sv ׳upfc ^[/,10c[/.<p6ptov. Beide Berichte behandeln dasselbe Ereignis, eine Spekulation des Johannes von Giskala auf die Frömmigkeit der Einwohner von Cäsarea. Übereinstimmung aber ist nicht zu erzielen, zudem ist nicht genau zu ersehen, welche Geldsorten gemeint sind. Die Verkaufspreise sind wegen ihrer exorbitanten Höhe nicht in Betracht zu ziehen. Rechnet man die Drachme als attische zu 0,79 M. und die Sextare zu 0,5 1., so würde sich der Einkaufspreis nach dem ersten Berichte auf etwa 0,08 M. stellen. Der zweite ergiebt, wenn man die Amphora als römische mit etwa 26 1. in Rechnung setzt, einen Einkaufspreis von 0,03 M. Vgl. zu diesen Stellen Herzfeld, Handelsgeschichte der Juden Jm

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.