Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 49 (1905)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Geschichte der Familie Wallich
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 77 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Geschichte der Familie Wallich. 77 Lazarus Wallich scheint aber ein äusserst tüchtiger Arzt gewesen zu sein, wenn sogar Dietrich Schwab1) es anerkennen muss, dass er glückliche Kuren gemacht habe. Er setzt allerdings ein »bisweilen« hinzu, aber eine verfehlte Kur scheint ihm nicht bekannt gewesen zu sein, sonst hätte er sie sicherlich nicht als Beispiel für die Gewissenlosigkeit des Judenarztes unerwähnt gelassen. Ein Bruder des Lazarus Wallich war vielleicht der in der Handschrift genannte2) Meir Bettelbrunn Wallich. Der oben am Anfang dieses Abschnittes (S. 62) behandelte Moses Abraham Wallich Parnas ist in der Handschrift nicht verzeichnet. Dagegen findet sich der Name seines Sohnes, des R. Eisik Wallich Parnes. Da er neben Joseph der bedeufcenste von den in der Handschrift genannten ist, müssen wir bei ihm ein wenig länger verweilen. Von seinem Vater hat Eisik die Lust an der gelehrten Beschäftigung, die Liebe zur Wissenschaft geerbt Ein besonderes Interesse scheint er aber für die Poesie gehegt zu haben, und er hat nicht nur die Gedichte anderer studiert und gesammelt, sondern er hat sich auch selbst in dieser Kunst versucht und uns ein Stück seiner Lebensauffassung in einem Gedichte niedergelegt, das uns in einer von ihm zusammengestellten Gedichtsammlung erhalten ist. Gewiss hat er noch mehr gedichtet, dies eine jedoch ist allein uns erhalten geblieben. *) Siehe oben S. 75. 2) Siehe oben Nr. 13. (Fortsetzung folgt).