Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1904)
- Article
- Erster Jahresbericht der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 57 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2829132-2829776-2829778-2845875--32522-2845943- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Erster Jahresbericht. 57 1852 von Zacharias Frankel ins Leben gerufen und später 18 Jahre lang von H. Grätz herausgegeben. Um den Mitgliedern auch eine populäre Schrift neben der wissenschaftlichen zuzustellen, trat die Gesellschaft in Verbindung mit dem Verband der Vereine für jüdische Geschichte und Litteratur und vereinbarte mit demselben alljährlich eine der Anzahl der Mitglieder entsprechende Auflage des Jahrbuches zu übernehmen. Die Mitglieder erhalten die Exemplare gratis. Dr. Weisse tritt als Vertreter der Gesellschaft in die Redaktion des Jahrbuches ein. Es ‘lag von vornherein in der Absicht der Gesellschaft, junge Leute, die ihre akademischen und rabbinischen Studien absolviert haben, durch grössere Jahressubventionen zu unterstützen, damit aus ihnen ein Stamm von Lehrkräften gebildet werde, der zur Besetzung von Dozentenstellen und zur Arbeit an der Wissenschaft des Judentums unentbehrlich ist. Der Ausschuss beschloss demzufolge, ein Ausschreiben — betreffend Bewerbung um die Jahres- Subventionen an jüdische Gelehrte, sowie betreffend die Einreichung von Manuskripten — zu erlassen. Dabei wurde betont, dass mit Hülfe der Gesellschaft nur solche Arbeiten zur Veröffentlichung gelangen, die 1. die Ergebnisse der Forschung zur Darstellung bringen oder 2. wesentlieh neue Resultate der Forschung enthalien. Ausserdem mussten sich die beiden Arten der zur Bewerbung in Betracht kommenden Arbeiten auf einen der folgenden Gegenstände beziehen: 1. Systematische Theologie, 2. Ethik und Religionsphilosophie, 3. Hebräische Sprachwissenschaft und Bibelexegese, 4. Talmud und Kodices, 5. Geschichte (politische, Rechts-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte), 6. Litteratur- und Religionsgeschichte, 7. Praktische Theologie (Pädagogik), 8. Apologetik. Gleichzeitig wurden, um die zu erwartenden, zahlreichen Eingaben sachgemäss zu prüfen, Fachkommissionen ernannt. Dieselben waren anfangs zum Zweck der