Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 45 (1901)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die nach Raschi benannten Gebäude in Worms
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 68 (sequence 25)
- Language
- German
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68 Die nach Kaschi benannten Gebäude in Worms. selben in dem Bethause Raschi’s, welches gegenwärtig Bethaus des Bet ha-Midrasch genannt wird, den Segen für die Verstorbenen zu recitieren . ... 8. II, 8. Memorbuch I: Die Frau , . . Mirjam, Tochter des Joseph aus Wien, weil . . . besonders hier in unserer Gemeinde richtete sie den Bau des Bethauses Raschi’s auf, und es Hessen sich dort Studierende nieder, welche auf ihre Kosten ausgehalten wurden1). 7) 1764. ״Im Monat Schebat 5524 hat die Gemeinde der jungen Kuppa (Gesellschaft), die da heisst Hachnassath- Kallah-Kuppa (Gesellschaft zur Ausstattung armer Mädchen) die Erlaubnis ertheilt, an jedem Dienstag eine Büchse in der Synagoge circulieren zu lassen unter der Bedingung, dass sieben Mitglieder dieser Gesellschaft alltäglich in der Raschi- Synagoge, die da heisst Klaus stehen (beten) und überhaupt fleissig ״schulengehen״ müssen, damit dort das Minjan (Zehnzahl) nicht knapp sei. Sie sollen überhaupt fleissig ״schulengehen״, widrigenfalls jene Erlaubnis zurückgenommen werde. Alles dies ist geschehen, weil der Rabbiner, Gott verlängere seine Tage und Jahre, als Stadtrabbiner aufgenommen wurde, weshalb er in der vorderen Synagoge steten (stehen?) muss, da hatte man gefürchtet, dass ח״ו die Rascbisynagoge eingehen möchte2״). Hier ist deutlich von der Raschi-Synagoge die Rede, welche mit dem Lehrhause, Klaus, genannt, zusammenhing. Der Rabbiner ist wohl Zewi Hirsch Auerbach, der von 1738 — 1763 Vorsteher der Klaus, und von 1763—1778 Rahbiner der Gemeinde war, 8. II, N. 6 und sein Epitaph in נ״צ S. 82. Solange er der Klaus vorgestanden hatte, betete er in der Raschi-Synagoge, die zu der Klaus gehörte, und mit ihm beteten dort auch andere Leute; aber nachdem er 1763 zum Stadtrabbiner ernannt worden, musste er in der grossen (vorderen) Synagoge beten, und auch sein Anhang verliess die Raschi-Synagoge. Es war daher zu befürchten, dass jene Synagoge eingehen würde, daher das Uebereinkommen mit der Gesellschaft הכנסת כלה, . dass 7 Mitglieder dort jeden Tag beten sollten. האשד, . . . מרת מרים בת ד,הבר ר׳ יוסף מווינה בעבור ... ובפרטות ף פה קהילתיגו העמידה בנין בית הכנסת של המאור הגדול רבן של בני הגולה רש״י ז״ל על תלה והושיבה לומדים בתוכו ומפרנסים וזנים אותם מטמונה . . . קע״י) III. 42). 2) Lew3rsohn im ״Jüdischen Volksblatt“ IV (1857) S. 15 nach Wormser handschriftlichen Quellen.