Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 43 (1899)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Kinder R. Jair Chajjim Bacharachs
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 46 (sequence 10)
- Language
- German
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46 Die Kinder R. Ja’ir Cajjim Bacharachs. einem Almen hätten die Oppenheimer in Prag ihren Familiennaiiion hergeleitet. Abraham Oppenheim, der Vater Davids, wird zum Sohne des polnischen Flüchtlings Chajjim und zum Rabbiner von Prag gemacht. Der Enkel Josef wird zum Kruder des Grossvaters Abraham und statt nach llolesehau, wo er in jungen «Jahren das Rabbimit bekleidete, nach Dodenburg als Rabbiner versetzt, wo im vorigen «Jahrhundert oder gar im siebzehnten überhaupt keine jüdische Gemeinde war. Altofen, Freistadt, Gross-Keeskerek, Pest und Temesvär, aber niemals ()odenburg, haben Mitglieder der Familie Oppenheim zu Rabbinern gehabt. Chawwa, die Enkelin des hohen R. Low, die Mutter R. Samson Kaeharaehs, erscheint hier als seine Gattin und als Schwester Abraham und Josef Oppenheims. David Oppenheim soll der Nachfolger seines Vaters Abraham im Rabhinate von Prag gewesen sein mul einen Sohn «Josef, gleich dem Unkel Rabbiner von < )odenburg, gehabt haben, so dass diese Gemeinde, die nach der Vertreibung von 1526 erst se.it 1840 wieder auflebte1), zwei Rabbiner aus dem! Haus(' Oy>penheim besessen hätte. Samson Hemsbach, als dessen Vater wir ausdrücklieh «Jeliuda Loeb ()ppenheim genannt, sehen, soll ein Sohn Davids und ein Kruder ,Josef Und Jcchiel2) Oppenheims gewesen sein,׳ der in Heidelberg angesiedelt gewesen sein soll. Getrennt von dem Stammsitz(' der Familie, dem Korn der Ueberlieferung in der Litteratur und im Leben entrückt, greifen die späten Enkel zu den Ausgeburten der sagenbildenden Unwissenheit, wie zur Strafe dafür, dass sie den lebensvollen Zusammenhang mit dem, was die Ahnen gross und unsterblich gemacht hat, verloren haben. Anhang. 1. Die Grabschriften Simcha, Rebekka und Samuel Löw Bacharachs in Nikolsbnrg: פ״ט איש אמונים תם וישר ף Dr. M. Po Hak, a zsidök törteuete Sopronban (Geschichte der Juden in Oedenburg), 231 ff. צ) Ueber Michael b. Aron Oppenheim, den Rabbiner von Friedburg und Offenbach, den Schwiegersohn R. David Oppenheims s. Kaufmann Samson Wertheimer, p. 96, n. 2. In den Specificationen der in Heidelberg angesiedolten Juden bei Löwen stein a. a. 0. findet sich kein Jechiel Oppenheim.