Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Religionsphilosophie Abraham Ibn Esra's
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 8)
- Language
- German
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24 Die Keligionsphilosophi•* Abraham Ibn Esra’s. mentnr schrieb IE den gangbaren (Kommentar zu 2, Mos,, m dein zwei Stücke jener Einleitung schon wörtlich benutzt vorkommen *), und der wahrscheinlich den unvollendeten Oommentnr zu 1. Mos. fortsetzen sollte, jedoch so, dass die dort begonneue Trennung der grammatischen und sachlichen Erklärung als unpraktisch aufgegeben wurde. Im Sommer 1158 (Taminus bis Ab 4918) ist IE in London, wo er seine religionsphilosophische Schrift Jesod mora für seinen Schüler Joseph b. Jakob in kurzer Zeit verfasste ־). Im Winter desselben Jahres (Tebet 4919 -- 1158) verfasste er in London[V) sein Sendschreiben über den Sabbath (.,אגר‘־־ השבת) mit einem einleitenden (uulielite* 2 * 4). Im Jahre 11 (SO war IE wieder nach Südfrankreich zurückgekehrt, In Karl mime übersetzte er in diesem Jahre die Gründe der Tabellen des Chowa-resmi von al-Matnm und stellte er einem Kinde das Horoskop5 б), in dieselbe Zeit fällt die Abfassung seiner Arithmetik (ספר הכוספר. auch 0(יסוד דיכספר). Vielleicht geschah es während dieses Aufenthaltes in Nar- Lonne, dass IE die Woldtliateu des dort vielleicht wohnhaften, aus Kubes in Nordafrika übersiedelten, reichen Richters und Rabbiners R. Samuel b. Jakob Ibn Gami genoss und durch begeisterte Lobgedichte zu lohnen suchte7). Nun verstrichen sechs Jahre, ehe wir wieder eine Kunde von dein Aufenthalte und dem literarischen Schaffen IE’s empfangen. Wir treffen ihn wieder in Rom, wo er seinen älteren in Lukka verfassten, uns vollständig erhaltenen Pentateueh-Commentar (ס' הישר) erst ganz vollendet zu haben scheint, da seine auf den Abschluss deutenden Bittvcrse, die er am 19. Tischri (== 16. Sept.) oder am 30. Kislev 26. Nov.) 1166 nach eignen Angaben geschrieben hat8), sowie seine Verse über den, Segen des Gotteswortes, sei es an den Leser oder an den Gönner, dem er das vollendete Werk widmet9), nur so sieh erklären lassen. *) Reime u. Ged., S. 61, A. 1; S. 63, A. 3 u. S. 77, A. 7. 2) Reime u. Ged. S. 77; Graetz. Gosch. VI‘, S. 447. XI. а) Joseph b. Isaak Sambari in Neubauera Anecdota Oxoniensia, Oxford תרחם, S. 130. 4) Reime u. Gedichte, S. 78, Nr. 50. 5) Steinschneider in Abraham Ibn Esra als Mathematiker S. 127 und in ש:י המאורות S. 4. б) Steinschneider, Abr. IE S. 105. 7) Reime u. Gedichte, S. 143. Mitte und 8. 127. 128. 130. H) Reime u. Gedichte, S. 81, Nr. 53. ף Das. S 80, Nr. 52.