Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 38 (1893-1894)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Pseudo-Juden und zweifelhafte Autoren
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 46 (sequence 8)
- Language
- German
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46 Pseudo-Juden und zweifelhafte Autoren. Der Yerf. hat bei der "Wahl dieses Namens schwerlich an einen Juden gedacht, da derselbe unter den Juden nicht gebräuchlich ist. Er beweist jedoch, dass man den Gebrauch hebräischer Namen überhaupt für gewisse Themen anwendete. Mordechai, Ein Brief des Mardochaeus Judaeus antiquissimus eupiens ab ydolorum cultura ad cognitionem dei altissimi revocare, de graeco in latina consciipte findet sich in den Ausgaben der Uebersetzung der Historia Alexandri (Berl. Bibi. ms. lat. 49 in 8°; vergl. Zeitschr. für deutsche Philologie XVI, 125; Kinzel Lamprechts Alexander, p. XIX). Moschion, Verf. einer griechischen Schrift über Gynaekaia ist wiederholt zum Juden gemacht worden. Durch Y. Rose ist dieser Yermuthung jeder Boden entzogen worden; H. IJebs. S. 811. Moses Levi (Rabbi), Histoire de la religion des juifs etc. Amst. 1680, 4״. Das Buch ist identisch mit Richard Simon, Histoire crit. du Y. T״ Par. 1678, welche Ausgabe confiscirt worden. Die Amst. Ausg. verzeichnet XoehleUs Ant. Catal. 25, 1892 S. 51 n. 1153. Muhammed אפלא p גבאי bei Wolf III n. 1407b (vgl. n. 1417) ist der Muhammedaner abu Muhammed Djabir ibn Aflah; H. Uebs. § 337. Muhammed b. Isak, dessen arabisches medicinisches Werk, verfasst in Toledo 1265, ein ms. des Escurials enthielt (Quelle ist ein handschriftlicher Catal. im Vat., von welchem oben (S. 519) die Rede war, wahrscheinlich identisch mit demjenigen, dessen Copie Wolf besass, s. B. H. I, n. 1408 111, 1408 c), war sicherlich kein Jude (wie auch Zunz und Derenbourg annehmen); da man aus -Scheu und Furcht diesen Namen streng vermied; es ist meines Wissens auch nicht ein Beispiel von einem Renegaten bekannt; vgl. Hebr. Bibliogr. XY1, 69. Musos, der Perser, im griechischen Syntipas, soll nach P. Cassel ein Jude sein; dazu fehlt die Begründung; Hebr. Uebs. S. 890, 891. Mutagnaehil, ״Israelita“, bei Haller ist kein Anderer als der Khalif Mutawakkil; H. Uebs. S. 748 Anm. Na tan, Legatio ad Tiberium Caesarein, angelsächsische mss. In der Bodleiana, in Cambr., Corp. Chr. Coli, [auch in der TJnivertitätsbibl. 1744 in St. John’s Coli. 68] bei Wolf I, III, n. 1723 (b bei Wolf, III del.), wo die legatio als ,,fabulosa“ bezeichnet ist.