Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 15 (1866)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Paris [Nachricht]
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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40 Monatschronik. MonatschroniL Paris. Hier hat sich ein Verein ״societe scientifique" gebildet, za dem Zwecke, bedeutende Schriften über Judenthum, jüdische Wissenschaft und jüdische Geschichte in populärer Sprache dem jüdischen und christlichen Publicum zugänglich zu machen. Mitglieder desselben sind: Academiker Franck, Präsident, M. Munk, Ehrenpräsident, Roderigues, ständiger Secretär, ferner: Cerfbeer, Grätz, Alphons de Rothschild, Isidore, Grandrabbin Levy zu Bordeaux, Königswarter, Albert Cohn, Erlanger und Hess (Verfasser von ״Rom und Jerusalem“). — In diesem Jahre wird der dritte Band von Grätz’ Geschichte der Juden, umgearbeitet und mit einer neuen Einleitung erscheinen, ihm folgt später ein Band jüdische Poesie. Pesth. Der Deputation der hiesigen israelitischen Gemeinde, an deren 1Spitze Herr Rabbiner Dr. Meisl stand, erwiderte Se. Majestät der Kaiser auf die Ansprache des Vorstandes: ״Ich bin mit Ihrer Haltung und Ihrer Loyalität sehr zufrieden, und halte die Zeit nicht mehr fern, da Ihre berechtigten Wünsche in Erfüllung gehen, Ihre Stellung auch in diesem Lande eine bessere, Ihr Rechtskreis ein erweiterter sein werde." Den Herrn Rabbiner sprach Se. Majestät also an: ״Es freut mich, Sie wieder bei mir zu sehen; ich habe von Ihrem Wirken viel Rühmliches gehört; fahren Sie in dieser Weise fort, und der Erfolg wird nicht ausbleiben." An den magyar izr. egylel richtete Se. Majestät folgende Worte: ״Ihr schönes Streben, die ungarische Sprache und Literatur zu verbreiten, ist ein heilvolles und erspriessliches. Ich empfehle Ihnen in dieser Richtung fortzufahren und den bezeichneten Zweck anzustreben." Prag. Auf Ansuchen der Prager Kultusgemeinde-Repräsentanz und der böhmischen Landesjudenschaft hat die k. k. Statthalterei die Trennung der überrestlichen Steuergelder von 300,000 Fl. im Verhältnisse wie 1 : 2 gestattet. Jetzt haben die Repräsentanten der Landjudenschaft jedoch beschlossen, beim Staatsministerium einen Recurs einzubringen und zu bitten, dass eine Trennung des Vermögens nicht zugegeben werde.