Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Das jüdisch-theologische Seminar zu Breslau
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2829132-2829234-2829236-2843035--04605-2843065- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
22 Das jüdisch-theologische Seminar zu Breslau med. S o be t h a l von hier läßt dem Seminar einenbedentendM monatlichen Beitrag für mittellose Studirende zukommen. > Durch fteundliche Beiträge zu diesem Zwecke bezeigten fernerdie Herren Eisenbahn-Director J.s Sehmann auS'Mvtzau-^DkaM Friedeuthal von hier- S. K. Fr a n kel aus Prag, G. A.Jtzig aus Näckel) M. K arg sik aus Wilna ihre Theilnahme. Die israel. Gemeinde zu Prag hat ein jährliches Stipendium -von 100 Gulden, das dieses Jahr um 50 Gulden vermehrt wurde, für einen am Semin ar studiren den Prager bestimmt. —; Die Gesellschaft zur Unterstützung jüd. dänischer Theologen zu Kopenhagen, erthellt einem am Seminar studirenden Dänen ein jährliches Stipendium von 240 Thalern: —^ - Die israelitische Gemeinde zu Baja ertheilt durch mehrere Jahre ein Stipendium an einen aus ihrer Mitte am Seminar Studirenden. Demselben wurde in diesem Jahre von einem Vereine seiner, Vaterstadt, an welchem sich -besonders junge Männer lebhaft be» theiligten, ein bedeutendes Stipendium für die ganze Dauerder Studienzeit zugefagt. — Die Familie Samu el G- Goldberger und Söhne in Pesth hat für einen-am Seminar Studirenden aus Baja ein jährliches Stipendium von - 280 Thalern bestimmt. ------ ■■ i׳: h--v־ Der Unterzeichnete׳ erlaubt sich zum Schluffe einen im Intereffe der jüdischen Wissenschaft und der im Seminar-Studirenden gehegten Wunsch äuszüfprechen. ' Das'Seminar hat bei seiner Eröffnung mit großen Kosten die Sara val'sche Bibliothekin Triest erworben K die es durch dievier Jahre seines Bestehen s fast in gleicher Höhe vermehrt hat. Es bleiben aber dennoch bedeu- Lende.Sücken auszufüllen z zwar ist aus dem Seminarfond--eine jährliche Summe für Vermehrung der Seminarbibliothek ausgesetzt , aber es kann kaumje eine Anstalt aus eigenen Mitteln den Anforderungen der .Vollständigkeit -bei den nach mehreren- Richtungen anzuschaffenden Werken genügen. Bei dem Seiyinar kommt noch der Umstand hinzu-daß oft mehrere Hörer dasselbe Werk bedürfendas sich ׳nichtaus einzelne LheüechrWäM--,s»ndern aus mehreren zusammenhängenden Bänden wie :dev bakylock Talmud- — besteht, das also -änzuschäffen die Kräfte der meisten Hörer übersteigt, DielSeminarbibliothek hat zwarsdurch .Ankauf mehrerer vollständiger Talmud-Editionen dem Mangel abzuhelfen gesucht, doch trittMicht minder durch die vermehrte Anzahl der Hörer der Mangel drückend -hervor. - Mögen daher Gönner - der jüdisch-