Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 2 (1853)
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension] / L.
- Date
- 1853-01-01
- Page
- Seite 30 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2829132-2829150-2829152--00783-2842687- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
30 Recenstonen und Anzeigen. ■י פי עוללים Hebräische Lesefibel v. I. M. JapheL. 2. Auflage. Kassel. Lnck- Hardt. Preis 2 Ngr. Diese Lesefibel empfiehlt sich durch ihre Kürze, die der Verfasser im Vorwort mit Recht als ein Bedürfniß für die Volksschule hervorhebt. Obwohl nun das Rosenfel dssche ״hebräische Sprachbuch" — Karlsruhe und Baden bei Marr. Preis 5 Ngr. — in methodischer Anordnung den Vorzug verdient, so ist vorliegende Fibel doch trotz ihrer Kürze vollständiger m Leseregeln und Uebungen. So ist z. B. darin dem mit Dagesch und Vokal versehenen 1 besondere Aufmerksamkeit gewidmet, damit.es nicht mit ו — u verwechselt werde, was mau dort vermißt; während in jenem vieles an sich Werthvolles gesunden wird, das aber für den ersten Unterricht entbehrlich ist. Dagegen scheint, was auch der Verfasser dagegen einwende, das Aufbürden aller Consonanten, bevor noch die Keuntniß der Vocale deren Aussprache ermöglicht, sehr unzweckmäßig und ermüdend, um so mehr da der Verfasser die Lautirmethode voraussetzt. Auch ist damit nicht abgeholfen, wenn der vom Verfasser ״pedantisch" genannte Lehrer,- der dies vermeiden will, nach seinem Vorschläge von Seite 5 beginnt, weil hier gleich die ganze Compagnie des Alphabets zusammen mit Voealen änstritt und das Kind verwirrt. Ein sehr schönes Muster für hebräische Lesefibeln bietet ״Elementarbuch des (deutsch) Lesenlernens" von Teuscher. Leipzig. Arnoldsche Buchhandlung. Indessen ist vorliegende Fibel in der Hand eines erfahrenen Lehrers recht brauchbar, und außerdem wegen des sehr billigen Preises zu empfehlen. L. Wissenschaftliche Anssiitze. Die Essäer nach talmudischen Quellen. Die Berichte Josephus' und Philo's über die Essäer werfen über diese Seete einen mysteriösen Schleier; und daß die einheimischen Quellen, Mischna und Beraita über die Essäer schweigen, daß in den Schatzkammern jüdischen Lebens und Wissens keine Nachricht über diese im Indenthume stehende Seete hinterlegt, ihr Dasein, ihre Lebensweise, Lehre und Beschäftigung keiner Notiz würdig befunden wurde, scheint ebenso räthselhast wie das Wesen dieser Seete selbst. Der Unterzeichnete hat in