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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1915-01-01 · Heft 5 · p. Seite 315

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
59 (1915)
Issue
Heft 5
Article
Dreizehnter Jahresbericht der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums [Nachricht]
Date
1915-01-01
Page
Seite 315 (sequence 5)
Language
German
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Dreizehnter Jahresbericht. 315 Rang neben andern wissenschaftlichen Disziplinen zu erringen und zu erhalten. Daß unsere Arbeit nicht vergebens ist, das lehrt uns die Aufnähme, welche unsere Werke in der wissenschaftlichen Welt finden, das zeigt uns das berufene Urteil bedeutender Gelehrten. So wird das soeben erwähnte Werk Eibogens, Der jüdische Gottesdienst, in der Theologischen Rundschau als »geradezu epochemachend«, in der Theologischen Literaturzeitung als ein »hervorragendes Wissenschaftliches Werk«, durch das der Verfasser sich »ein bleibendes wissenschaftliches Verdienst erworben« habe, bezeichnet. Das in unserm letzten Jahresbericht erwähnte, gleichfalls von uns herausgegebene Werk Bachers, Tradition und Tradenten, nennt das Theologische Literaturblatt ein »Meisterstück wissenschaftlicher Arbeit« von dem »Talmudisten wie christliche Theologen reichste Belehrung empfangen werden«. Und ein anderer Kritiker schreibt über das gleiche Werk: »Durch die Herausgäbe des Werkes hat sich die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums zu alten Verdiensten ein unermessliches neues erworben. Noch vor einem Jahrzehnt wäre das Erscheinen eines solches Werkes buchhändlerisch unmöglich gewesen. Die christliche und jüdische Gelehrtenwelt hat wahrlich Ursache, der Gesellschaft dankbar zu sein, die in so kritischer Zeit die Herausgabe dieses Buches gewagt hat.« So wird die Arbeit unserer Gesellschaft gewertet, und wir verzeichnen diese Urteile mit Genugtuung. Sie geben uns die Zuversicht, daß wir auch die Schwere dieser Zeit überwinden werden. Unsern Mitgliedern aber sollen sie Veranlassung sein, uns nicht nur die Treue in dem kommenden Jahre zu halten, sondern auch andere zum Beitritt zu unserer Gesellschaft zu veranlassen. Wir bedürfen neuer Mitglieder, um Lücken auszufüllen, die der Tod leider in unsern Reihen gerissen hat. Wir bedürfen ihrer noch mehr, um in einer hoffentlich nicht mehr fernen, friedlichen Zeit uns den größeren Aufgaben und Zielen widmen zu können, die dann unserer harren. Berlin, im November 1915. Prof. M. Philippson. Prof. 1. Guttmann. Prof. Phil. Bloch.

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