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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 4 · p. Seite 286

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1938-01-01
Page
Seite 286 (sequence 2)
Language
German
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286 Besprechungen moderne Welt — ein Kampf, der bis heute nicht entschieden ist, für den weder die Reformbewegung noch der Zionismus die Entscheidung gefunden hat, die auch nur getroffen werden kann, wenn der Jude seiner ewigen Bestimmung^ der Vereinigung national und universal religiöser Momente, treu bleibt oder wieder wird. Diese Grundlegung fordert beinahe in jedem Satz zur Auseinander״ Setzung heraus, und das Buch wird sicher der Ausgangspunkt fruchtbarer geschichtsphilosophischer Erörterungen werden. Noch schärfere Dis« kussion wird der ״Epilog“ hervorrufen (Bd. 2 S. 364—462), der einen Aus« blick in die Zukunft und, was dabei unvermeidlich ist, des Verfassers höchst subjektive Anschauungen vermittelt In den elf Kapiteln, die da« zwischen stehen, folgt der Verfasser dem Geschichtsverlauf. Kapitel 2—4 (die Anfänge Israels I 32 ff., Könige und Propheten S. 53 ff., die entschei« dende Probe S. 85 ff.) behandeln die altisraelitische Geschichte bis zur Rückkehr aus dem babylonischen Exil. Kap. 5—7 (die Ausbreitung des Judentums S. 128 ff., das große Schisma S. 180 ff., die Welt des Talmuds S. 241 ff.) behandeln die Zeit zwischen Alexander dem Großen und Mo« hammed. Kap. 8—10 (der Ungläubige S. 307 ff., der Wanderer Bd. 2, S. 3 ff., Innerhalb der Ghettomauern S. 87 ff.) besprechen ״Das Mittelalter“ von der Entstehung des Islam bis zum 17. Jahrhundert. Endlich führen Kapitel 11 (Emanzipation S. 164 ff.) und 12 (Nationalismus S. 262 ff.) in die Neuzeit. Schon dieser flüchtige Überblick zeigt, daß die Periodisierung und die Kapitelbezeichnung originell ist und auf die neuen Wege hin weist, welche der Verfasser geht. Selbstredend muß er die Einzelheiten stark zusammen״ fassen, vielfach auch nivellieren, um sie diesen Gesichtspunkten unterzu« ordnen. Andererseits ist die Zusammenfassung außerordentlich anregend. Von allergrößtem Nutzen für jeden Benutzer, er mag zu der Auffassung und Darstellung Barons sich stellen wie er will, wird Band 3 sein. Dieser bietet zunächst auf 174 Seiten Noten zur Darstellung. Sie führen nicht nur die einschlägige Fachliteratur an, sondern setzen sich auch mit dieser auseinander und begründen die persönliche Stellungnahme. Die benutzte Literatur wird dann in einer alphabetisch geordneten Bibliographie (S. 177—304) übersichtlich aufgezählt. Was der Verfasser alles gesehen hat, ist geradezu erstaunlich. Selbst Fachmänner werden hier reichliche Er« gänzungen' ihrer Bücher« und Zeitschriftenkenntnisse finden. In den Noten ist ein überaus reicher Stoff in höchst komprimierter Form gegeben und behandelt. Sehr nützlich wird auch das alphabetische Register am Schluß (S. 307—406) wirken, da es, zumal bei wichtigen Schlag Worten, viele Untere abteilungen mit genauer Angabe ihres Sonderinhalts bietet. Alles in allem ein Werk, für das wir allen Anlaß haben, höchst dank« bar zu sein. I. Elbogen. Maximilian Landau, Beiträge zum Chazarenproblem (= Schriften der Ges. zur Ford. d. Wissensch. des Jud. Nr. 43), Breslau 1938, 46 S. 8°. In der viel ventilierten Frage der Echtheit des Briefwechsels zwischen Hasdai ihn Saprut und dem Chazarenkönig Joseph gelangt Landau zu einem positivem Ergebnis. Er holt dabei weit aus, indem er nicht nur alle erreich-

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