Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 82 (1938)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Geschäftsbericht [der Gesellschaft zur Förderung des Judentums] über das Jahr 1937
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 283 (sequence 2)
- Language
- German
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Protokolle 283 in der Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland, Band VII, veröffentlicht Band 14 des M e n de 1 ss o h n - Werkes (Hebräische Schriften, bearbeitet von Ch. Borodianski) ist bis auf wenige Bogen jetzt ausgedruckt. Der Verlag der Veröffentlichungen der Gesellschaft und des Mendelssohn-Werkes ist auf die Firma Jüdischer Buchverlag und Buchvertrieb Stefan Münz in Breslau übergegangen. Der Mitgliederbestand ist von 1403 auf 1279 zurückgegangen;: für Deutschland sind die Zahlen 773 bezw. 680. Ausgeschieden sind insgesamt 173 Mitglieder, während nur 49 neu hinzugetreten sind. Im laufenden Geschäftsjahr ist diese ungünstige Entwicklung zu einem gewissen Stillstand gekommen, da in ihm bisher insgesamt 95 Mitglieder ausschieden, während 91 neu hinzugetreten sind. Wir verdanken das in erster Linie Herrn Rabbiner Dr. Julius Galliner-Beriin, der sich um die Werbung neuer Mitglieder in besonderem Maße verdient gemacht hat. — Einer großen Zahl unserer Mitglieder haben wir auf ihren Antrag auch, im Jahre 1937 eine Beitragsermäßigung zugestanden. Unser Ausschuß hat durch den Tod des Herrn Rabbiner Dr. Jakob F r e im a n n - Berlin einen schmerzlichen Verlust erlitten. Als Mensch und als Gelehrter ausgezeichnet und geschätzt, hat der nun Dahingeschiedene an den Arbeiten unserer Gesellschaft stets regen Anteil genommen und sie oft mit einsichtigem, Rat gefördert, noch zuletzt zu dem erwähnten Personenregister für die Germania Judaica wertvolle Ergänzungen geliefert. Die Gesellschaft war in der Lage, einer größeren Anzahl ihr nahe״ stehender Persönlichkeiten aus besonderem Anlaß Glückwünsche auszu״ sprechen, und zwar den Herren Professor Martin Buber-Jerusalem, Dr. Felix Kauffmann-Frankfurt a. M. und Professor Dr. Alexander Marx-New York zum 60. Geburtstag, Oberrabbiner Dr. H. Brody-Jerusalem, Professor Dr. Büchler-London, dem Mitbegünder der Gesellschaft Zahnarzt Dr. Lipschitz-Berlin, Rabbiner Dr. Samuel,-Berlin und Direktor Heinrich Stahl-Berlin zum 70. Geburtstag, Rabbiner Dr. Benno Jacob-Hamburg zum 75. Geburtstag, sowie den Herren Professoren Eduard Mahler-Budapest und Dr. Claude G. Montefiore-London zum 80. Geburtstag. Ferner den Herren Rabbiner Dr. Baeck-Berlin und Chief Rabbi Dr. Hertz-London zum 25jährigen Amtsjubiläum. Die Ausgaben sind vor allem infolge der Arbeiten zur Germania Judaica auch im Jahre 1937 sehr beträchtlich gewesen. Sie beliefen sich auf insgesamt 29 864,28 Mk. Die Einnahmen haben sich gegen das Vorjahr etwas erhöht und beziffern sich auf 26 910,69 Mik. In dieser Summe ist wieder ein namhafter Betrag der Reichs Vertretung der Juden in Deutschland und außerdem eine größere Zuwendung der Jüdischen Gemeinde Berlin enthalten. Anstelle des verstorbenen Rabbiners Dr. H. Bau, Zablocie (Zywiec), der das Amt des Vertrauensmannes der Gesellschaft für den Bezirk Westgalizien und Polnisch Schlesien bekleidete, ist Herr Advokat Dr. Dawid B ul wa«Krakau getreten. Wir hoffen, das laufende Geschäftsjahr trotz sehr erheblicher finanzieller Schwierigkeiten, die uns gegenwärtig Sorge bereiten, zu einem befriedigenden Ende führen zu können und sind bestrebt, die begonnenen Arbeiten fortzusetzen, und soweit sie sich, wie die Siphre-Edition, nach langjährigen Mühen der Vollendung nähern, zu baldigem Abschluß zu bringen. Möchte uns hierbei die verständnisvolle Förderung derer, denen die Wissenschaft vom Judentum am Herzen liegt, auch fernerhin nicht versagt bleiben. gez. E. Mittwoch. gez. I. Elbogen.