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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 4 · p. Seite 281

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 4
Article
Protokoll der Ausschussitzung der Gesellschaft zur Förderung des Judentums am 16. Juni 1938 [Nachricht] / Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums
Date
1938-01-01
Page
Seite 281 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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Protokolle 281 2. Der Schatzmeister erstattet einen ausführlichen Bericht über die Finanzlage der Gesellschaft, die trotz des kleinen Überschusses im Kassenbericht (S. 283) sich wesentlich verschlechtert habe, da von dem .Stiftungsvermögen weitere Beträge verwendet werden mußten. Es werden Ersparnisse beschlossen. 3. Der Verleger der Gesellschaft hat darüber Klage geführt, daß die Mitglieder bei der Regulierung von Sendungen meist äußerst säumig sind und es oft einer ganzen Reihe von Mahnungen bedarf, bis eine Zahlung zu erhalten ist. Da diese Belastung für den Verlag auf die Dauer untragbar ist, wird beschlossen, die Mitglieder darauf hinzuweisen, daß ihnen die Preis♦* ermäßigung von 25% vom Ladenpreis auf die Veröffentlichungen der Ge♦* Seilschaft nur noch dann gewährt werden kann, wenn sie den Rechnungsbetrag im voraus einsenden. 4. Da das Kuratorium der Moses Mendelssohn״Stiftung zur Förderung der Geisteswissenschaften größten Wert darauf legt, daß sämtliche Manu♦* skripte der Gesammelten Werke von Moses Mendelssohn möglichst bald zum Abschluß gebracht werden, wird beschlossen, sich noch einmal mit den Bearbeitern der einzelnen Bände in Verbindung zu setzen. gez. E. Mittwoch. gez. I. Elbogen. Mitgliederversammlung vom 16. Juni 1938. Der Vorsitzende erstattet den Bericht über das Jahr 1937 (vgl. den Geschäftsbericht auf S. 282 f.) und gedenkt in Verbindung damit ausführlich des verstorbenen Rabbiner Dt. Jacob Freimann״ Berlin. Die Versammmlung hört die Worte stehend an. Der Schriftführer berichtet eingehend über die Vorarbeiten zum 2. Bande der Germania Judaica (1238—1350). Danach werden die siedlungsgeschichtlichen Probleme, die sozialen Bedingungen und die rechtliehen Verhältnisse stärker, als bei der Anlage geplant sein mochte, im Vordergrund stehen, während die Gel ehrten geschichte für diese Periode ein wenig zurücktritt. Ein Stab geeigneter Mitarbeiter ist am Werke; für viele Gegenden, besonders Mitteldeutschland, aber auch z. B. Westpreußen, Posen und Österreich liegen schon fast alle Artikel vor. Ein Antrag von Herrn Rabbiner Dr. Wahrmann, Oels, über die Fort♦* führung der Germania Judaica und deren Veröffentlichung wird dem Vor״ stand und Ausschuß der Gesellschaft zur Prüfung überwiesen. Der Schatzmeister erstattet den Bericht über die Finanzlage der Gesellschaft, die nicht günstig ist. Er richtet an die Anwesenden die dringende Bitte, sich dafür einzusetzen, daß die im Interesse der jüdischen Gesamtheit zu leistende Arbeit der Gesellschaft auch weiterhin ermöglicht wird. Zu dem Punkt ״A nträge der Mitglieder“ regt Rechtsanwalt Dr. Klee an, daß die Sammlung des historischen und bibliographischen Materials, besonders der Kleingemeinden, beschleunigt in Angriff genom״ men werde und stellt hierfür die materielle Hilfe des Preußischen Landes״* verbandes jüdischer Gemeinden in Aussicht. In den Ausschuß zugewählt werden die Herren Rabbiner Dr .Alexander Altmann״Berlin, Dr. jur. Alfred Karger״Berlin und Rabbiner Dr. Adolf Kober״*Köln a. Rh. Der angekündigte Vortrag von Herrn Dr. Arnold Berney über ״den makkabäischen Staatsgedanken und seine Wurzeln in der Geschichte“ mußte ausfallen, da der Redner durch den Tod seiner Mutter verhindert war. gez. E. Mittwoch. gez. L Elbogen

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