Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 82 (1938)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Zu Erubin 76a
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 269 (sequence 2)
- Language
- German
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Hans Joachim Schoeps: Rund um Philo 269 Sei es nun, daß er den Bescheid selbst mißverstand, sei es, daß! ihn später die Erinnerung־ täuschte, genug, er entnahm der Belehrung durch die Cäsa« renser irrtümlich, daß ein Kreis von 24. Handbreiten Umfang ein Quadrat von vier Handbreiten Seitenlange faßte. Da er nun wußte — die Beziehung u 3d ist ja schon biblisch —, daß ein Kreis von 24 Handbreiten Umfang einen Durchmesser von 8 Handbreiten hat, so berechnete er die Pfeilhöhe PQ aus Radius minus halber Quadratseite zu 2 Handbreiten. Rund um Philo. Von Hans Joachim Schoeps. Martin Peisker: Der Glaubensbegriff bei Philon, Breslauer Dissertation 1936. Werner Knuth: Der Begriff der Sünde bei Philon von Alexandria, Würzburger Dissertation 1934. Gerhard Kühl mann: Theologia naturalis bei Philon und bei! Paulus (eine Studie zur Grundlegung der paulinischen Anthropologie), Bertelsmann Verlag, Gütersloh 1930. Erik Peterson : Der Monotheismus als politisches Problem (ein Beitrag zur Geschichte der , politischen Theologie im Imperium Roma»־• num), Hegner Verlag, Leipzig 1935. Mit Isaak Heiriemanns Werk ״Phiions griechische und jüdische Bildung"4 (1932) ist ein Markstein in der Philoforschung errichtet worden« Denn alle früheren Untersuchungen wie die von B. Ritter, K. Siegfried^ Wendland, Bousset u. a. hatten daran gekrankt, daß ihre Verfasser nie recht unterscheiden konnten, welche Meinungen und Lehren Philos hellenistischen Ursprungs und welche als jüdisches Glaubensgut anzusprechen sind. Um nur ein Beispiel zu nennen, haben alle diese Forscher nicht gewußt, daß Philo fast überhaupt keine Kenntnis von der mündlichen Lehre gehabt und daß er — wie Heinemann nachgewiesen — für das rabbinische Judentum entscheidend wichtige Begriffe wie etwa berith durch die falschen! Über« Setzungen der Septuaginta für seine :Auffassung vom Judentum nicht ver~