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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 3 · p. Seite 215

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 3
Article
[Nachricht]
Date
1938-01-01
Page
Seite 215 (sequence 3)
Language
German
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Zeitschriftenschau 215 Vf. nicht auf die philologische” Deutung־, sondern auf die philosophische Bedeutung der Erzählungen an. Stoffreicher/ aber weniger originell sind die folgenden Betrachtungen zur Gesetzgebung der Bibel: Sozialproblem, Gerechtigkeitsidee und־ Königsgedanken. St. schöpft bzgl. der Weltkultur zweifellos aus dem Vollen; in das jüdische Schrifttum ist er trotz offenbarer starker Bemühung noch nicht völlig eingedrungen; er wirft z. B. גר und *בכרי zusammen und weiß nicht, daß die Schwierigkeiten bzgl. נבלה durch die traditionelle Auffassung dieses Begriffes verschwinden. Auch mit dem Vor״ würf gegen Maimuni (den er S. 44 mit Unrecht zum ״Äbsolutisten“ macht), daß er dem Griechentum zuviel Einfluß gewähre, sollte ein Denker wie St. etwas vorsichtiger sein. Trotzdem ist das sehr gedankenreiche Buch zu be״ grüßen, zumäl solcher Leser wegen, die selbst von der neueren Kultur her den Weg zur Bibel finden wollen. נ♦ ה. טורסשינר, מלים שאולות בלשוננו Jerusalem, Rubin Mass, 5698, 67 S. Die Aufsatzreihe bringt mit vorbildlicher Klarheit eine Fülle wissenschaftlichen Materials bzgl. der Fremd״ und Lehnwörter in der hebräischen Sprache auch den nichtgelehrten Lesern näher. Aber auch manchem Sprachkundigen wird einzelnes neu sein (z. B. daß אשר faktitive Form von שרר ist). סימון ist aber nicht griechische Schreibung von שמעון (solche Hellenislerungen wären im jüdisch״aramäischen Schrifttum kaum zu belegen), sondern der alt״ griechische Name St^ajv (daher Simonides), der bisweilen (schwerlich immer) neben den jüdischen getreten ist. Das Buch wird sicher viele Leser zur Ver״ Senkung in Sprache und Sprachgeschichte anregen. Ein alphabetisches Wortregister ist beigegeben. Luitpold Wallach, Leopold Zunz und die Grundlegung der Wissen״ schaft des Judentukhs/ Frankfurt a. M., J. Kauffmänn, 1938r 34 S. W. ver״ sucht in der Hauptsache, die ״Idee der Wissenschaft des Judentums“ bei Zunz zü bestimmen. Die KultUTvereinler, zu denen ja Zunz gehört, wollten Aufklärung über das rhißverstandene Judentum verbreiten und die Ge״ Schichtslosigkeit in den eigenen Reihen eindämmen. Jüdische Geschichte kennzeichnet Zunz (nach. Platon: W. 18) als ״eine Tragödie, gedichtet und dargestellt von den Helden selber^; freilich versteht er den Sinn dieses Leidens nicht gemäß der religiösen Überlieferung, sondern gemäß der Auf״ klärung und drängt daher durch den Aufweis der Leiden auf ihre Beseiti״ gung. Die Nachwirkung von Zunz' Gedanken schätzt W. nicht sehr hoch ein, entwickelt aber im Anschluß an sie seinen eigenen Begriff der Wissen״ schaft des Judentums. Zeitschriftenschau. Biblische Zeitschrift, 24, 1: Johannes Schmidt, Das Wortspiel im Alten Testament. The Harvard Theological Review, XXXI, 2: Harry Wölfson, The amphi״ bolousterms in Aristobul, arabic philosophy and Maimonides. The Jewish Quarterly Review, XXVIII, 4: Charles C. Torrey, The be״

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