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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 5 · p. Seite 444

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 5
Article
Die Synagoge in Bruck a/M [Nachricht]
Date
1937-01-01
Page
Seite 444 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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444 Grotte — Herzog* rischen Städtchen Bruck an der Mur (unweit von Graz) weisen den zwei« säuligen Typ auf. Hierzu möchte ich bemerken, daß ich seinerzeit kurz nach Veröffentlichung dieser Annahme von Resten eines auf gefundenen Tempels zu Bruck a. d. Mur, in den vom Historischen Verein für Steier« mark hrsg. ״Blättern für Heimatkunde“, Graz 1933, 11. Jahrg. Nr. 1, Seite 4, in einem bebilderten Aufsatze die Berechtigung dieser Annahme restlos widerlegt habe. Es handelt sich bei diesem Gebäude durchaus nicht um Reste eines Judentempels, sondern um Reste eines christlichen Gotteshauses, das ursprünglich für den katholischen, seit dem 16. Jahrhundert dann für den protestantischen Gottesdienst verwendet worden ist. Heute dient das Gebäude Wohnungszwecken. Der Judentempel zu Bruck lag an einer anderen Stelle, in der Nähe der Mur, wie ich das in nicht zu ferner Zeit ausführlich darzulegen die Absicht habe. David Herzog. II. Herr Professor Herzog hat in dem angegebenen Aufsatz dem dort (zweigeschossig, mit zwei Mittelstützen, völlig nach dem Wormser bzw. Prager Vorbild) abgebildeten Bauwerk die ursprüngliche synagogale Zweck« Bestimmung abgesprochen. Seine Beweisführung mag wohl den Nur« historiker überzeugen können, nicht aber den Techniker, dem bauliche Indizien ebenso wertvoll erscheinen wie urkundliche Berichte. In meiner von Herzog so freundlich kritisierten Arbeit habe ich die mittelalterliche (ehemalige Synagoge in Breslau, die bisher vergeblich in Urkunden gesucht worden war, nur auf Grund! einer Reihe höchst auffallender Merkmale aus einer bestehenden Kirche zu rekonstruieren versucht; dies mag meine Zweifel an Herzogs Auffassung rechtfertigen. — Der von ihm angeführte Judentempel dürfte auch erst später entstanden sein. Denn daß diese zwei« schiffige kleine Halle ursprünglich als katholische Kirche gebaut worden sein soll, ist ernstlich anzuzweifeln, wie ich auch in meiner Arbeit ein« gehend für Münsterberg beweise. Eher schon als Gotteshaus für die kleine protestantische Gemeinde, die sich mit dem vorhandenen, für ihren Gottes« dienst recht wenig geeigneten Raume (völliges Verdecken des Altars durch die beiden Mittelstützen) aus Not begnügen mußte. Erst eine genaue tech« nische Untersuchung an Ort und Stelle dürfte eine Klärung der Streitfrage bewirken können. Alfred Grotte. HL Im Anschluß an die Darlegungen Herrn Prof. Grottes möchte ich hier nur ganz kurz erwidern: so wie ich die hier ländischen Techniker neben den historischen Beweisen durch meine persönlichen Darlegungen von der Richtigkeit meiner Ausführungen überzeugt habe, hoffe ich durch meine Arbeit auch die technischen Bedenken Herrn Prof. Grottes zu zerstreuen. ■ - David Herzog. Zur Geschichte des Müsisterlandes. Von F. L&zaiäs. Nachträge zu MGWJ 1956, S. 106 ff. 1. Zu S. 109 ff. Wenn auch die Bestellung eines gemeinsamen Rabbiners für die vielfach auch von einem Regenten verwalteten Ge«

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