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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 2 · p. Seite 252

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 2
Article
Nachlese oder Neuland? [Rezension]
Date
1937-01-01
Page
Seite 252 (sequence 2)
Language
German
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252 Besprechungen betreffen, sowie Akten, die nicht in den speziellen Judenfaszikeln verwahrt sind, so!gut wie ausgeschlossen. Alle anderen Autoren, wie beispielsweise Gerson Wolf und David Kaufmann sowie die früheren Publikationen der ״Historischen Kommission“ selbst vermittelten aber für die Kenntnis der Geschichte der Juden in Österreich, soweit die neueste Zeit in Betracht kommt, fast nur jüdische Quellen. Die Ereignisse der Gegenwart, die volle Erkenntnis der Tätigkeit der Juden im deutschen Lebensraum als wichtigstes apologetisches Mittel er״ scheinen lassen, fordern von uns Erforschung jener Quellten, die als nicht״ jüdische über jeden Zweifel erhaben sind. Daher ist es denn auch not״ wendig, die Quellen, die Pribram beiseite ließ, mit ihrer Fülle von Einzel״ heiten aus dem täglichen Leben der österreichischen Juden seit etwa 1540 ans Tageslicht zu fördern. Damit wird Neuland nicht nur für die Wirt״ Schafts« und Kulturgeschichte der österreichischen Juden erschlossen. Dabei kommen! vor allem die von mir bereits durchforschten Bestände der ״nieder״ österreichischen Kammer“ und der ״Commercialia“ des Hofkammerarchivs in Betracht, die auch geeignet sind!,' manche von Wachstein bloß an״ gedeutete Vermutung zu bestätigen oder Licht in gewisse Zusammenhänge zu bringen. Dieses Neuland endlich zu betreten, ist nunmehr Aufgabe der beteiligten Forschung. L. Moses. Patai, Rafael, Hamajim [Hebräisch]. Tel Aviv 1936. XIV + 276 S. gr, 8°׳ Die erste Doktordissertation der hebräischen Universität in Jerusalem behandelt das Wasser und ist eine Studie zu Heimatskunde und Folklore Palästinas. Der junge Verfasser zeigt große Arbeitsfreudigkeit und viel״ seitige Belesenheit. Er hat trotz, der erschwerten Verhältnisse des Buch״ drucks das Glück, im Raume׳ unbeschränkt zu sein, so daß bei seiner sehr gut disponierten Einteilung des Themas ein reiches Material ausführlich, manchmal vielleicht etwas zu weitschweifig, dargeboten wird. Methode und Ergebnisse des , reichhaltigen Werkes zeigen Schule und Einfluß seines Lehrers Samuel Klein, der in geographischen Fragen ständig zu Rate ge״ zogen wird und Manches, beigesteuert hat. Patai behandelt alles, was — von der Quelle bis zum Meere — über das Wasser in der jüdischen Lite״ ratur sich bietet. Die 4 Hauptabteilungen sind: Das Wasser 1. in der Halacha, 2. in der Agada. 3. Hydrographie und ihre technischen Ausdrücke. 4. Hydrographie Palästinas. Zum Schlüsse folgen: Verzeichnis der literarischen Hilfsmittel S. 247—255 und ein hebräischer Index 256—271. In der Wahl seines Vorwurfs war der Verfasser glücklich. Die Lösung seiner Aufgabe ist von anerkennenswertem Erfolge begleitet. Das Palästina״Hebräisch des Verfassers ist lesbar und deutlich. Ganz kleine Entgleisungen sind הרבה für רבןי S. 89, Z. 2 vu. und 85 .להעצים, Z. 3 vu. für אילנות* Zu גבורות גשמים S• 59 ist zu bemerken, daß es einfach: das. Wunder des Regens bedeutet, ebenso wie das vielfach mißverstandene גבורות in Ps 9010. Druck und Ausstattung sind vorzüglich, Druckfehler äußerst selten.

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