Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 81 (1937)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 251 (sequence 2)
- Language
- German
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Besprechungen 251 von Interesse sein, daß bedeutende Gelehrte wie Steinschneider, M'ielziner Mitarbeiter waren, und daß das Blatt auf beachtlichem wissenschaftlichen Niveau gestanden hat. Es war nur von kurzer Dauer und mußte im Erscheinungsjahr 1882 aus finanziellen Gründen eingehen1. Das Blatt ist heute in Jugoslavien kaum vorhanden, ein Exemplar fand ich in der Wiener jüd. Gemeindebibliothek und besorgte die Photographie der ersten Seite. Zu erwähnen sind noch die Beiträge: N. Laslo über Tschernichowski, D'. Ginsberg, Die Inquisition im Spanischen Amerika, B. Stein, Masaryk im Verhältnis zum Judentum und einige Berichte über Palästina von Buchwald, Rotmüller und Friedmann. Einige Gedichte und Novellen ergänzen den Inhalt. Druckfehler nur wenige. Auf S. 121 1. Slowacki, Simunovic. David Ginsberg. Nachlese oder Neuland? Aus Fortsetzungen zu den bisher erschienenen Publikationen der Historischen Kommission der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, aus Nachträgen und Ergänzungen zu ihnen ist ein stattlicher Band entstanden, dien die ״Historische Kommission" soeben herausgibt1. Genau betrachtet, handelt es sich aber bei dieser Publikation um mehr als bloße ״Nachträge"; da sie nicht nur Wachsteins ״Randbemerkungen zu meinen In- Schriften des alten Judenfriedhofes in Wien" und Taglichts ״Nachlässe der Wiener Juden, II. Teil, 1786—1848" bietet, sondern auch an neuen Arbeiten Artur Goldmann, ״Das verschollene Wiener Judenbuch (1372—1420)" und die (von Artur Goldmann eingeleitete) letzte Arbeit Wachsteins ״Der Anteil der Wiener Juden an Handel und Industrie nach den Protokollen des Wiener Merkantil- und Wechselgerichtes". Es kann nur begrüßt werden, daß die ״Historische Kommission" nach kurzer Abschweifung auf das Gebiet der Bibliographie2) mit dem vorliegenden Bande wieder auf ihr eigenes Gebiet zurückgekehrt ist. Denn nach dem Erscheinen von elf Bänden ״Quellen und Forschungen" ist die schwerere Hälfte der Arbeit noch zu tun. Das ganze von Pribram3 im! Vorwort bloß anged'eutete Quellenmaterial der staatlichen Archive ist für die Geschichte der Juden in Österreich noch unbehoben. Pribram wollte ja nur ״die Gesetze, Erlässe und! Verordnungen .... soweit sie sich auf die Gesamtheit der in Wien wohnendien deutschen Juden beziehen", publizieren. Dabei blieben Dokumente, die nur einzelne Familien und Individuen 1 Später wurde es in eine Vierteljahresschrift umgewandelt und erschien unter dem Titel: Studien und Kritiken. 1 Quellen und Forschungen zur Geschichte der Juden in Österreich, XI. Band, Nachträge zu den bisher erschienenen« Bänden der Quellen und Forschungen zur Geschichte der Juden in Österreich, Wien 1936. Selbstverlag der Historischen Kommission. 2 Die hebräische Publizistik in Wien, Bd. IX der Quellen und Forschungen, Wien 1930. 3 A. F. Pribram, Urkunden und Akten zur Geschichte der Juden in Wien (Quellen und Forschungen, VIII), Wien-Leipzig 1918, I. Bd;, S. V.