Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 2 · p. Seite 242

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 2
Article
Nachträge zu S. 106 ff. [Nachricht] / Neubauer, Jakob
Date
1937-01-01
Page
Seite 242 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
correspondence
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2829132-2830023-2830026--54713-2840670
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

242 Jakob Neubauer: Nachträge zu S. 108 ff. Suidas, der als Synonym zu katagma auch vfjy« gebraucht, ein Wort, das auch in die rabbinische Sprache eingedrungen ist und dort ״Faden“ be« deutet16. So fügt es sich gut, daß auch im! Griechischen dasselbe Wort ein Vor״ und ein Nach״Stadium einer Prozedur bedeutet, die mit dem Webestoff vorgenommen wird. Unter den gleichartigen Sätzen in T und b ib. befindet sich auch der folgende: ״Man darf von dem Weber nicht kaufen: Zotten17, lices18, פ:וקלין (Einschlag)19 und Reste von Knäueln; aber man darf von ihm kaufen ein buntes Gewebe mit Ein« und Durchschlag, gesponnen und gewebt“. Diesen Satz führe ich wegen des Wortes פנוקלין an, das in T zu פאניקנין verderbt ist; das ist aber ungefähr dieselbe Verderbnis wie im obigen תפארין gegen״ über dem gut verständlichen הפורין (alef statt vav). Und noch eines geht von da hervor; die Gemara schwächt den Begriff אריג in תיכי ab, und das ist eine mindere Prozedur (s. Raschi), und ebenso schwächt die Gemara beim Färber den Begriff בגדים Kleider auf נמטי Filz ab; das ist aber das״ selbe, was ich mit תפורין tue: nicht g-enäht, sondern gedrillt20. Nachträge zu S. 106 ff. Zu S. 106, N. 4, Z. 6 von ־unten: Vgl. bes. Harkavy 110. Zu S. 107, N. 4 Ende: Vgl. a. Asaf an der S. 113 N. 16 zit. Stelle. Zu S. 110, Z. 5 von unten: Gleichermaßen gebraucht der bereits im 13. Jhdt. lebende Tanchum Jeruschalmi in der Einleitung zu seinem in arabischer Sprache geschriebenen Wörterbuch zum Mischne Thora bei der Anführung von Maimunis Buch der Gebote, natürlich nach dem arabischen Original, — wo doch dem ganzen Charakter von Tanchums arabischen Wörterbuch entsprechend, das selbst den arabischen Titel Almurschid alkafi trägt, gewiß ein arabischer Titel sehr am Platze wäre — die Bezeichnung Sefer Hamizwoth (Bacher, Aus dem Wörterbuche Tanchum Jeruschalnvfs, 1903, hebr. Teil, S. 7, Z. 15; vgl. a. Goldziher, Studien üb. Tanchum Jeruschalmi, 1870, 44). — Die Anführung Tanchums meint die Stelle aus der Vorrede Maimunis zum S. H. ed. Bloch S. 2, Z. 6 ff.; Per. Diss. 2 ff., Heller la, Wa. 3a. Hier steht bei Tanchum die ausdrückliche Quellenangabe, die ob. Z. 3, die auf der gleichen Stelle des S- H. beruht, fehlt (vgl. Bacher 117). Zum Verzeichnis der von Tanchum benützten Schriften Maimunis bei Bacher 23 ff. ist demgemäß das S. H. hinzuzufügen. Jakob Neubauer. 16 Meine Lehnwörter, II, 359. 17 חאיירין' s. Raschi; in T übrigens an zweiter Stelle. 18 נירין Raschi: franz. licez. In T steht dafür קוצין, vielleicht mit Recht. 19 So schon Lehnw. II, 429 (statt פובקלין in b wäre besser פב־קלין). Auch hier gebraucht Raschi ein fr. Wort dafür. Raschi erweist sich in diesen Realien als ein verläßlicher Führer. 20 So kommt תלושין bei Lederarbeiten vor (Bar. ib.), und das kann doch nicht denselben Sinn haben wie bei Wolle.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.