Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 6 · p. Seite 503

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 6
Article
[Nachricht]
Date
1936-01-01
Page
Seite 503 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
correspondence
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2829132-2830015-2830022--54412-2840566
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Zeitschriftenschau 503 besprochen worden. Es ist sehr erfreulich, daß von einem streng־ wissen״ schaftlichen Buch nach so kurzer Zeit eine zweite Auflage erscheint; sie hält den Standpunkt der ersten Auflage durchaus aufrecht, setzt sich aber in einem zweiten Vorwort und in zahlreichen Zusätzen zu den Anmerkungen eingehend mit den Kritikern auseinander. Moses Calvary, Das Neue Judentum, Berlin (Bücherei des Schocken״ Verlags, 72) 90 S. Der Titel führt insofern etwas irre, als die 5 hier ver* einigten Aufsätze bereits in den Jahren 1911/16 geschrieben sind. Als Ur״ künden des ״postassimilatorischen Zionismus“ haben sie natürlich ihren Wert. S. Löwinger und B. Weinryb, Jiddische Handschriften in Breslau, Budapest, 1936, 11 S. Die zum Teil recht eingehend besprochenen Hand״ Schriften befinden sich in der Bibliothek des Jüdisch-Theologischen Seminars. Theodor Mommsen, Judaea und die Juden, Berlin (Bücherei des Schocken ״Verlags, 70), 92 S. In einem ausgezeichneten Nachwort zeigt T ä u b 1 e r, weshalb Mommsen dem Judentum nicht völlig gerecht werden konnte: seine Kongenialität mit dem Römer tum, die Weltanschauung des ,,liberalen Humanisten“ und der mangelnde Sinn für das Religiöse, der auch sein Verständnis des Christentums beeinträchtigte, gaben ihm die Animo״ sität gegen den ״Rabbistaat“ und seine Anhänger ein (das erste und das dritte Motiv hängen natürlich stark zusammen). Trotz dieser Mängel kann dieses Kapitel aus dem Werk eines völlig Außenstehenden doch wohl mit T. als ״das bestgeformte Stück jüdischer Geschichte“ gelten. Die Gesetzeslehrer von Schimon dem Wahrhaftigen his zum Auftreten Hillels, zusammengestellt von Kalman Schlesinger, Berlin, 1936 (Bücherei des Schocken״Verlags, 71), 87 S. Dias Buch enthält die hebräischen und aramäischen Zeugnisse über die ersten Gsetzeslehrer nebst Übersetzung und kurzen Anmerkungen. The American Year Book 5697, Volume 38, edifced! by Harry Schneider״ man for the American Jewish Commitee, Philadelphia, 1936, The Jewish Publication Society of America, 737 S. Enthält insbesondere einen Aufsatz von Chipkin über das jüdisch״amerikanische Erziehungswesen ■und von Bernstein über die Wanderung der Juden in den letzten Jahren sowie statistische Nachweise. Ludwig Strauß, Die Zauberdrachenschnur, Märchen für Kinder, Berlin, 1936 (Bücherei des $chocken״Verlags, 69), 111 S. Die ersten beiden der wertvollen Märchen sind jüdischen Inhalts. Die Wanderbücherei des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden, ein besprechendes Bücherverzeichnis, Berlin, 1937, Berthold Levy Verlag, 179 S. Die meist recht wohlwollenden Besprechungen werden nicht nur den Verwaltern von Büchereien, sondern auch allen denen, welche gemeinverständliche Bücher kaufen oder schenken wollen, sehr gute Dienste leisten. — ־— Zeitschriftenschau. Biblische Zeitschrift, 23, 4: Julius Boehmer, Der Gottesberg Tabor; M. Buttenwieser. Ein indogermanisches Wort im Pentateuch; Hubert Grimme, Studien zum hebräischen Urmatthäus (Schluß).

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.