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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 6 · p. Seite 496

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 6
Article
Übersetzung griechischer Werke [Rezension]
Date
1936-01-01
Page
Seite 496 (sequence 2)
Language
German
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496 Besprechungen Eine streng wissenschaftliche Ausgabe des Textes mit hebräischer Übersetzung. Das Leben des Verfassers, die Gattung seiner Dichtung, der Stoff seiner Erzählung, das Wesen ,der Vestalinnen, Handschriften, Aus« gaben, Übersetzungen — so überschreiben sich die Kapitel der Einleitung. Anmerkungen begründen die Übersetzung, die Wahl der Lesarten und der hebräischen Worte, die um des Versmaßes willen mitunter so .gewählt sind, daß sie den letzten Sinn des Verfassers nicht treffen. Ob es aber!möglich ist, den Hexameter des Originals auch im Hebräischen zu treffen (auch bei Berücksichtigung der sefardischen Aussprache) scheint mehr als fraglich. Dafür besitzt die hebräische Sprache nicht genügend Flickworte, Partikeln, dafür ist Tonfall, Silbenkraft und Längen״ und Kürzenabwechslung, wie Be« achtung der grammatischen Veränderung bei Satzabsatz (״in pausa“) viel zu anders geartet. Dieser Hinweis auf kaum zu überwindende Schwierig« keiten soll die Vorzüge der Arbeit nicht verkleinern, die als Prachtstück von Ausstattung seitens des Verlages und der Hingabe seitens des Heraus« gebers und Übersetzers bezeichnet werden darf. A. Posner, Jerusalem. Ernst Eisen: Sa'adja al«Fajjüm1s arabische Übersetzung und Erklärung der Psalmen (90—106), Dissertation München 1934. Nachdem vor mehr als 30 Jahren zum letztenmal ein Teil der Psalmen« Übersetzung Sa'adjas ediert wurde (Schreier 1904), schließt sich mit dieser vorzüglichen Veröffentlichung der Ring des sa'adjanischen Werkes der Psalmenübersetzung. In einer gehaltvollen Einleitung beleuchtet E. noch einmal die Eigentümlichkeiten von Sa'adjas Übersetzungsweise an den im reproduzierten Abschnitt sich bietenden Beispielen und die durch tradi« tionell«exegetische, philosophische und philolo.gisch«lautliche Rücksichten bedingte Art der Wortwahl und Satzgestaltung. Im Gegensatz zur Mehr« zahl seiner Vorgänger, die vom Münchener Cod. arab. 236 ausgehn, nimmt E. —- meines Erachtens mit vollem Recht — die freiere arabische Über« tragung des Cod. or. 1302 des British Museum zur Grundlage seiner mit Fleiß und Genauigkeit durchgeführten Textausgabe. Einige weitere Hand« Schriften, die dem Verf. zur Verfügung standen, erweisen sich, zwei Gruppen bildend, den beiden, jeweils zum Textuntergrund gewählten Manuskripten in hohem Maße verwandt. Wiederholt auf die wesentlich gebundenere und nüchternere Übersetzung des Karäers Jefet b. Ali verweisend, gelingt es VerL das Typische des sa'adjanischen Stilgehaltes herauszuholen. Einige Stellen, an denen die besondere Auffassung Sa'adjas zutage tritt, dürften ein weiteres Interesse beanspruchen. c|» 903 ,,Du willst die Rückkehr des Menschen zur Reinheit (דכא ■fast wie aram. דכא auf gefaßt), 912 ״ich sage dir von Gott“ (wie Ex 143), 935?כאוד erweitert aus ״ נוהStätte“, ״ 9420׳Ich spreche: Sollen dir auf dem Thron die Leute des Unheils zugesellt sein und soll der: Ränkeschmied mit den Leuten der Ordnung zusammen sein?“, 9510 אקוט ar. ״ יאפתגרתIch achtete gering“, das hebr- Wort ist, wie ’S. im Komm, bemerkt, von קטן abgeleitet, 1024 ״meine Gebeine sind durchlöchert wie ein Herd (נחרו — arab. נלרת, also wohl als Nif. von נחר gedacht), 102»

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