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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 6 · p. Seite 491

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 6
Article
Ein unveröffentlichter Brief J. N. Mannheimers
Date
1936-01-01
Page
Seite 491 (sequence 2)
Language
German
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Besprechungen» 491 keit eine Bedeutung geben, — die wir an so manchen Wortführern und Koryphäen des Tages vermissen. Wir dürfen von seiner Bearbeitung der Weissagungen des Jesaias, dieser unerschöpflichen und unermeßlichen Fundgrube religiöser Weihe und Begeisterung — Vorzügliches erwarten und wünschen diesem "Unternehmen den besten Erfolg und Fortgang. Hr. Blumenfeld ist Schriftsteller aus innerem Beruf undi Antrieb und am wenigsten geneigt, aus der Thora ein Geschäft und aus der Wissen״ schaft einen Bettelsack zu machen. Er hat die Herausgabe seiner früheren Werke auf eigene Kosten und nicht ohne bedeutende Opfer aus eigenen Mitteln bewerkstelligt und ist auch, was das vorliegende Werk betrifft, zu gleicher Aufopferung bereit. Indessen ist es auch an uns, mitzuwirken zum gleichen Zwecke, ihm die Opfer seinerseits womöglich zu erleichtern ist der Zweck dieser Zeilen/'1 Wien, den 21. November 1845. Mannheimer, Prediger. Besprechungen. Otto Eissfeldt, Ein 1 e i t un g in d a s A11 e Testament,. Tübingen, Mohr (Paul Siebeck), 1934. $. 752. Die Einleitung hat die Darstellung der Entstehungsgeschichte des A. T. von seinen ersten Anfängen bis zu seinem völligen Abschluß als Ziel. Das Buch zerfällt in fünf Teile; 1. Die vorliterarische Stufe (Reden, Predigten, Gebete, Verträge, Briefe, Listen, Gesetze, poetische und historische Erzäh״ hingen; Rhythmus, Metrik und Strophenbau; Sprüche: Kultsprüche, ProphetenspFUch, Weisheitssprüche, Sprichwörter, Rätsel; Arbeits״, Ernte״, Trink״, Liebeslieder, Spottlied und Leichenlied, Königs* und Siegeslieder, kultische Lieder). — 2. Die literarische Vorgeschichte der Bücher des A. T. Verf. weist auf die in den historischen Büchern verwerteten Quellen, wie das ״Buch der Könige von Jud!a und Israel", die ״Worte Nehemjas ben Hakalja" u. A. Daß׳ Quellen verarbeitet wurden, ist unter anderem aus der Tatsache zu ersehen, daß I Kön 1—2 die unmittelbare Fortsetzung von II Sam20—13 ׳ bilden, ״daß also der Schnitt zwischen II Sam und I Kön Zusammengehöriges auseinander reißt". Ebenso erfolgte die Einteilung des Pentateuchs in fünf Bücher zur Zeit ״als der ganze jetzt in ihm vereinte Stoff ihm schon einverleibt war, und daß die Teilung den Sinn hatte, Teile etwa gleich großen Umfanges zu erzielen". Das Vorhandensein mehrfach vorkommender, vollständiger Parallelerzählungen weist auf die Präexistenz schriftlicher Vorlagen hin. Allein die den Verfassern der ältesten Erzäh״ lungsfäden vorliegenden ״Sagenkränze" wurden von ihnen als Stoffquelle wohl reichlich benutzt; aber — wie Verf. bemerkt — ״in ihrem Wortlaut stark umgestaltet und dem Gesamtverlauf ihrer Darstellung angepaßt". (S. 146.) Auch bei anderer Gelegenheit wiederholt Verf.: ״Man wird also gut tun, sich zu bescheiden und bei der Erkenntnis stehen zu bleiben, daß der Verfasser des ältesten von Gen bis nach Kön hinein laufenden Erzäh« lungsfadens oder, wenn nämlich der Faden nicht über Josua hinauslaufen sollte, der Verfasser dieses Fadens und der oder die Verfasser der dann

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