Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 80 (1936)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Faresol, nicht Peritsol
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 490 (sequence 2)
- Language
- German
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490 J• Rappaport: Ein unveröffentlichter Brief J. N. Mannheimers rasehung, daß sie fa-re~sol ־waren, in dieser Reihenfolge. Es war der Name des Schreibers, der sich in dieser eigentümlichen Weise hier eingezeichnet hatte. Ich kenne kein zweites Beispiel für solch eine Namenbezeichnung durch Noten und ich glaube, es lohnt sich, es ans Licht zu ziehen und auf die bisher unbekannte Tatsache hinzuweisen, daß Faresol auch ein Meister in der Schreib- und Zeichenkurist gewesen ist, denn die Handschrift rührte unzweifelhaft von ihm her. Ein unveröffentlichter Brief J. N. Mannheimers Mitgeteilt von Jakob Rappaport. Verfasser des folgenden Briefes ist der berühmte Prediger der Wiener Gemeinde, Isak Noe Mannheimer (1793—1865)1. Blumenfeld ist der in der Aufklärungsliteratur in Galizien bekannte Berusch Bl. (1779—1853). Seine Übersetzung und Erklärung des Buches ״Hiob“ erschien im Jahre 1826. Er ist bestrebt, eine jüngere Abfassungszeit des Buches nachzuweisen und hält seine Ansicht gegen S. D. Luzzalto (Kerem Chemed II 14 und פניני שד״ל Nr. LXXI) aufrecht. (Kerem Chemed I Nr. 13 und II Nr. 15.) ״Rabiah“ ist nicht mit dem. Talmudgelehrten Elieser ben Joel Halewi (12. Jahrh.) zu verwechseln. Die Anfangsbuchstaben bilden vielmehr den Namen des galizischen Gelehrten Rabbi Eljakim ben Jehuda Hamilsagi (Mehlsack) aus Brody, der im ״ספד הראבידד die Zahlengebilde S.L. Rapoports (שיר) über Kallir zerstört hat (vgl. A. Berliners Vorwort zu seinem ״Aus dem schriftlichen Nachlasse der Brüder Jolles aus Lemberg“, Berlin 1909, Seite VI). ★ ״. Der Verfasser ist bereits seit vielen Jahren mir selbst be« freundet, und in größeren wertem Kreisen als ein Mann von Geist und Bildung ehrenhaft bekannt. Die achtbarsten Männer in der Sache der jüdischen Literatur haben ihm Ihre Achtung und Teilnahme mannigfach bewiesen. Die Übersetzung und Erklärung des Buches Hiob, die schon vor 20 Jahren erschienen ist; das Verdienst, welches er sich durch Herausgabe des Sepher Rabiah erworben hat, welches — abgesehen von seinem polemischen Inhalte — zu den gründlichsten, schätzbarsten Werken der neueren Zeit gehört, so manche Mitteilung in jüdischen Zeitschriften und Blättern haben ihm einen Namen gemacht in der jüdischen Literatur; so wie seine anderswärtigen Bestrebungen zur Förderung des Lichtes und der Wissenschaft, seine rege und lebendige Geistesfrische und Schärfe, und die glück« liehe Auffassungs« und Därstellungsgabe, welche letztere sowohl in hebräischer wie deutscher Schrift und Sprache beurkundet, seiner Persönlich« 1 Sein Briefwechsel mit L. Zunz erschien in dieser MS. 1917, LXI, S. 89 ff-, 293 ff. Allgemein vgl. M. Rosenmann, Isak Noa Mannheimer, 1922.