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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 5 · p. Seite 438

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 5
Article
[Nachricht]
Date
1936-01-01
Page
Seite 438 (sequence 2)
Language
German
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458 Bücherschau ^Geschichte eines ־Algierer' Sklaven“ beigegeben sowie ein Nachwort, das zum literarischen Verständnis der Novelle beiträgt, aber auf die Gesichtspunkte, die wir als Juden geltend zu machen haben, zu wenig eingeht. Mindestens auf Jakob Hörovitz’ Abhandlung ״Auge um Auge“ in der Cohen״ Festschrift Judaica und auf B. Jacob, Auge um Auge 1929, hätte verwiesen werden sollen. Otto Eissfeldt, Molk als Opferbegriff im Pumschen und Hebräischen und das Ende des Gottes Moloch. Halle (Niemeyer) 1935. 8. 71 Seiten und 13 Abbildungen 4.50 RM. Versucht den Nachweis, daß aus Übertragung speziell punischer Verhältnisse auf das Alte Testament die Legende vom Gott Moloch .entstand, diese aber durch punische Urkunden zerstört worden ist, und der Glaube an die Existenz eines besonderen Gottes Moloch in der alttestamentlichen Wissenschaft aufgegeben werden muß. (Infolge Ablebens des Rezensenten müssen wir uns mit dieser kurzen Inhaltsangabe begnügen.) Dr. S. Kaleko: ״Mikraot“ (Lesestücke für Schulen und Selbstunterricht. Verlag ״Jüdische Rundschau“, Berlin 1936, kart. Rm. —.90) ist der glückliehe Versuch eines hebräischen Lesebuches für Erwachsene. In mannigfaltiger Folge gibt es Proben klassischer und moderner Literatur in Poesie und Prosa, Skizzen aus dem heutigen Palästina und aus früherer Zeit, Lebensbilder, Statistiken u. a. m. Es ist mannigfaltig -auch in den Ansprüchen an das Können des Schülers und kann ihm daher einen langen Weg seines Studiums fördernd und anregend begleiten. Der Druck einiger Stücke ist allerdings Augenpulver. L. A. Leopold Kompert, eine Auswahl aus seinen Schriften, herausgegeben und eingeleitet von E. Gut (Jüdische Lesehefte, hsg. von Leschnitzer, 12) Schocken ״Verlag, Berlin 1936, 31 S. Den Proben aus einigen Schriften sind Einleitung lind Literaturangabeh vorausgeschickt. Elie Munk, Die Welt der Gebete,עולם ההפלות Kommentar zu den Werk״ tags״, Sabbat״ und Festtagsgebeten, nebst Übersetzung, 2. Auflage, zweiter Band: Die Sabbat״ und Festtagsgebete, Anhang: Die Fasttagsgebete, Hermön״Verlag, Frankfurt a. M. 1936, 357 S. Die Aufgabe des Kommentars liegt nicht in erster Linie in der Beseitigung der sprachlichen Schwierig״ keiten (soweit sie der Verf. sieht; an לבשי בגדי תפארתך עמי nimmt er keinen Anstoß); er möchte vor allem zum verständnisvollen Beten und Ausüben der mit den Gebeten in engem Zusammenhang stehenden Gebräuche an leiten. Natürlich greift er auf das ältere Schrifttum zurück; sowohl die Halächisten und Darsteller des Minhag wie die Kabbalisten und gelegent״ lieh auch die Religionsphilosophen weiß er heranzuziehen; daß Differenzen zwischen ihnen, etwa hinsichtlich תשליך und כפרות zwar nicht verschwiegen aber nach Möglichkeit gemildert werden, kommt der praktischen Verwend״ barkeit des Buches wohl zu statten. Vereinzelt ist auch von der Ent״ stehungsgeschichte der Gebete die Rede, aber dieser Gesichtspunkt tritt stark zurück. Die Piutim sind natürlich nicht berücksichtigt; aber da לכת וד י erklärt ist, so ist nicht abzusehen, weshalb M. מעוז צור nur streift. Die sehr fleißige Arbeit wird ihren Zweck gewiß erfüllen.

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