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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 5 · p. Seite 433

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1936-01-01
Page
Seite 433 (sequence 2)
Language
German
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Besprechungen 433 Parshandatha. The commentary of Rashi on the Prophets and Hagio״ graphs. Edited on. the basis of several manuscripts and editions by I. Maarsen. Part III. Psalms. Jerusalem 1936, XXVIII, 133, 2a S. Als 3. Band der kritischen Raschi״Ausgabe der Propheten und Hagiographen hat Maarsen die Psalmen gewählt. Der Raschi-Kommentar zu den Hagiographen gehört wohl zu den letzten von Raschi verfaßten Schriften. Er ist vielfach unvollständig. Der Kommentar zu Mischle hat zahlreiche Zusätze aus der Feder Josef Karas, der zu Hiob reicht nur bis Kap. 40, Vers 20, der zu Esra und Nehemia und zur Chronik gehört ihm gar nicht an. Das hat schon Asulai erkannt; Geiger zu begründen versucht und zu״ letzt Poznanski in seiner Einleitung zu Elieser aus Beaugency, Kommentar zu Ezechiel und den XII kleinen Propheten, Warschau, 1913, S. XIV, fest״ gestellt. — Der Psalmen-Kommentar weist in den Handschriften Lücken auf, z. B. Ps. 34, 119; Ps. 128 fehlt ganz usw. (vgl. Einl. p. VIII). Im großen und ganzen läßt sich von ihm sagen, daß er vor allem den Wortsinn anstrebt. Wenn Raschi von unserem massoretischen Texte ab weicht, hat ihm der HilIeli״Text Vorgelegen. Das habe ich vor Jahren durch cod. Sassoon 508 (Mervas Bible) und cod. 82 (Shem Tob Bible) bewiesen und nehme an, daß auch die auf S. XI von M. erwähnten Abweichungen sich in diesen finden werden. Daß die Belege aus dem Targum spätere Zusätze sind, hat Straschun und nach ihm Berliner, Beiträge zur Geschichte der Raschi״ Kommentare, S. 30, begründet. Der bisher gedruckte Raschi״Text hat zahl״ reiche Zusätze sowohl hinsichtlich der Erklärungen wie der Frgmdworte, die teils von Schülern, teils von Kopisten herrühren und die in den Hand״ Schriften fehlen. Darüber verbreitet sich M. ganz ausführlich S. XIII ff. Er zeigt auch, wie stark Nicolaus de Lyra in seinen Fostillae Raschi benutzt hat, auch wenn er ihn nicht ausdrücklich nennt. Zur Bearbeitung hat M. fünf Handschriften und die ed. pr. Salonichi 1515 benutzt, deren Wert er p. XXV f. begründet. Zusätze und Verzeichnis der Fremdworte beschließen die außerordentlich aufschlußreiche Einleitung, die M. seiner verdienst״ liehen Edition vorausgeschickt hat. A. Freimann. Baer, F. Die Juden im christlichen Spanien, 2. Band, XV u. 596 S. Berlin, Schocken ״Verlag, 1936. Von dem Quellen werk, dessen ersten Teil ich im 73. Jahrg. (1929) S. 366 f. besprochen habe, liegt nun ein zweiter Band vor. Er umfaßt zwei Gebiete: Kastilien von 900—1499 und die Inquisition nach Akten der Tribu״ nale von Toledo, Valencia und Zaragoza von 1464—1535. Die kastilischen Urkunden spiegeln das mittelalterliche Judenschicksal wieder. Aufstieg und Abstieg einzelner, Unsicherheit im allgemeinen. Der Jude als Streitobjeht zwischen Kirche und Staat und zwischen Staat und Stadt; Juden als Pächter von Steuern und anderen Regalien, als Schatzmeister der Könige, Mitglieder ihrer Kanzlei, als Soldaten, Hofärzte, Advo״ käten usw. Daneben aber wieder Ausschluß aus allen möglichen Berufen und aus der christlichen Gesellschaft, Judenhetzen, Brandschatzungen, Pogrome und Vertreibung. Wir gewinnen Einblicke in das innere Leben, die Organisation der Gemeinden, die jüdische Gerichtsbarkeit, die zum

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