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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 2 · p. Seite 151

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1936-01-01
Page
Seite 151 (sequence 2)
Language
German
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Besprechungen 151 Einführung des schwerlich jüdisch Beeinflußten Ramadän«Fastens in den Sinn gekommen sein sollte, ist schlecht erfindlich. Überhaupt ist bei allen textlichen Anhängen an das AT, die Entscheidung zwischen der Annahme jüdischen oder christlichen Einflusses nicht zu treffen. In der Frage der Herkunft des Ramaclän«Fastens macht sich der Ver« fasser die Ansicht Sprengers zu eigen (S. 9). Man vermißt dabei die Diskussion der dieser These entgegenstehenden schweren Bedenken, zu der das Material sich schon bei Nöld!eke«Schwally I, S. 179 Anm. 1 (daß dort Sprengers Ansicht gefolgt wird, wie R., S. 14, sagt, ist nur mit starkem Vorbehalt zu behaupten) und besonders bei F. Buhl, Das Leben Muhammeds, übers, v. H. H. Schaeder7 Leipzig, 1930, S. 226—228, findet. Ebenso erhielte die Bemerkung über die Bedeutung des Ausdrucks aliäma 8-saläta, (S. 93) erst ihren Wert, wenn, auch Brockelmanns Aufsatz hierüber (Sachau-Festschrift, Berlin, 1915, S. 314 ff.) berücksichtigt worden! wäre. Zum Schluß muß ich die leidige Rezensentenpflicht erfüllen, auf Dinge hinzuweisen, die keineswegs in jedem Fall., wie mancher wohl׳ geneigt sein mag, als Nebensächlichkeiten gewertet werden dürfen: Die Transkriptions« versuche des Verfassers zeigen^ bisweilen in demselben Wort, ein solches Durcheinander von׳ kr & und q für O, s und Q für {j£>r c und י für sch und sh für usw., zugleich mit einer völligen Regellosigkeit in der Bezeichn nung der Längen, daß den Leser eine Empfindung wie beim Fahren über eine holprige Landstraße nicht losläßt. Und nicht besser steht es mit der Art des Zitierens. Neben allzu starken Abkürzungen stört besonders der Wechsel in der Form der Abkürzung; sonderbar ist es beispielsweise auch, wenn der tafsir al-Galälain des Mahalli und Sujuti als Galälain (manchmal auch mit ei geschrieben) zitiert wird, in einer Weise, die den Eindruck er« weckt, als ob es sich um, eine Person handele. R i v 1 i n׳ gebührt jedoch trotz der Einwendungen, die man gegen seine Arbeit machen muß, das Verdienst, mit der Darstellung eines Spezialgebiets aus dem Koran auch für die heutige Islamwissenschaft, die den Koran als eine der Grundlagen -ihres Forschungsgebiets nie vergessen darf, einen beachtenswerten Beitrag geliefert zu haben. Franz RosenthaL Samuel Rosenblatt, The interpr-etation of the Bible in the Mishnah. Baltimore 1935. 93 S. 2. Nachdem Berliner und Dobschütz gezeigt hatten, daß es den Rabbinen nicht an sprachwissenschaftlichem Verständnis gefehlt hat, sucht R., an« geregt durch L. Ginzberg, die Methode der tannaitischen׳ Schrifterklärung im einzelnen zu verdeutlichen. Dem Hinweis auf die Bedeutung des פשט׳ für die Tannäim folgt die Besprechung der Lexikographie und der Formen« lehre; sodann werden unter dem etwas mißverständlichen Titel ״Critical observations on the Bible“ nicht nur Abweichungen von, der überlieferten Satzeinteilung und Beseitigungen von Anthropomorphismen, sondern auch Beispiele für Pressen des Ausdrucks und Zusammenstellungen analoger Ereignisse behandelt. Als Methoden der Mischnalehrer gelten namentlich (25 ff.): Erforschung der Etymologie, Heranziehung paralleler oder gegen« sätzlicher Begriffe, Beachtung des Zusammenhangs und verwandter Stellen. Zusammenfassend glaubt R. (33) sagen zu dürfen׳, daß die Tannaim׳ nicht die Tiftl-ex waren, als die man sie gern hat hinstellen wollen, daß ihre Methoden im allgemeinen nüchtern und gesund waren, und, abgesehen von

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