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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 2 · p. Seite 145

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1936-01-01
Page
Seite 145 (sequence 2)
Language
German
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Besprechungen 145 machenden“. Überdies bedeutet מזכיר der ״zum Manne machende“, מנשה der ״zum Weibe machende“. — Gad׳ geht auf בגד zurück; Gad war Ver״ fertiger von Prachtgewändern. —■Was heißt Gailophobie? Angst vor den Wörtern גל und גלגל; deshalb heißt es auch על האבנים statt ״ ,גלגלGe״ schlechtsteil“ .... Schlechte Purimwitzel I Zolli. Israel Schur, Versöhnungstag und Sündenback, hrsg. 1933 von Societas Scientiarum Fennica. Commentationes Humanarum Litterarum. VI, 3. Die Anzahl und der Charakter der am Jom hakippurim (=; J. h.) dar״ gebrachten Opfer wechselt in der Torah. Von besonderem Interesse ist die Chattath hakippurim(. Eine Chattath wird deshalb von einer Wöchnerin, von einem gesund gewordenen Aussätzigen, von einem Naziräer nach Berührung eines Leichnams usw. dargebracht. Am J. h. handelte es sich ״nicht nur um Sühne für unbewußt begangene Verfehlungen und Sünden, sondern auch, zuerst sogar ausschließlich, um Reinigungen von ganz be״ stimmten Unreinheiten und Befleckungen rein materieller Beschaffenheit“. Besonders verunreinigend wirkt der Leichnam. Angesichts der dyna״ mistisch^magischen, im Heiligtum) waltenden Kräfte waren die Priester und Tempeldiener einer immerwährenden Todesgefahr und der darauf folgenden Verunreinigung durch Leichname ausgesetzt. Am Kippurim«Tag sollten die Verunreinigungen sämtlich aus der Welt geschaffen werden. Deshalb bringt die Torah den! Tod der beiden Söhne Aharons mit der Begründung des J.!!.״Instituts in Verbindung. Zur Angst vor Verunreinigung gesellte sich mit der Zeit der Dämonengläuhe; deshalb band!man. die die Dämonen verscheuchenden Glocken an das Gewand des diensttuenden Priesters. Die weißen Gewänder, das Pasten und andere Formen von Kasteiungen und Riten! dienten dazu, die Verbindung mit den Geistern und die Vermehrung der magischen Kräfte zu erlangen. Im dritten Jahrhundert v. Ch. tritt in der Auffassung, des J. h. anstatt Magie und Geisterglaube der hellenistisch« ägyptische Mystizismus mit seinen Ausschweifungen erotischen Charakters in dien Vordergrund. Im ersten Jahrhundert v. Ch. wird der J. h. zu• einem düst er ״ernsten von religi0s״moralischen Inhalt durchwehten Festtage. In ‘Azazell sieht Verf. den alles Unglück verursachenden Herrscher der Wüste. Der Ritus stam|mt aus der Zeit der Wüstenwanderung; allein auch nach der Niederlassung im Lande Kanaan, hielt der glühende Wüsten« wind^ der Dürre und Seuchen verursachte, die Scheu vor dem König der Wüstendämone (seTrim), ‘Azazel, im Bewußtsein des Volkes wach. Daher der Ritus des sa'ir Ia״'AzazeL In älterer Zeit sandte man diesen in der Richtung nach Ägypten, dem Inbegriff allen! Übels und aller Seuchen. Während der Reibungen mit dem Zweistroim-Land, d. h. zu, einer Zeit, in der das Böse vom, Norden kam, ״sandte man! ihn in die Richtung von Nob, welcher Ort nördlich von! Jerusalem Hag“. Als ״das Böse“' und ״der Böse“ werden die Dämonen angesehn. Der siebente Monat ist der der Ethanim, der Mächtigen, d. h. der Geister. Am ersten des Monats ließ man! in Posaunen blasen, um sie zu verscheuchen; im Monat Tischri, dem Monat der großen Ernte, drohten nämlich ״die Dämonen der Unterwelt die Sonne Monatsschrift, 80* Jahrgang 10

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