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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1935-01-01 · Heft 6 · p. Seite 467

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
79 (1935)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1935-01-01
Page
Seite 467 (sequence 2)
Language
German
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Büch erschau 467 mann S. 57—59 Auskunft geben^. sondern auch für die Kenntnis der Lite״ raturr hier der piutischen. Durch Zulay lernen wir 8 neue Kerobas zu Wochenabschnitten des 3jährigen Zyklus kennen (S. 27—36, 71—82); sie entstammen den letzten Sidras der 3 letzten Bücher der Tora und runden unser Bild von diesen Dichtungen; ab. Zulay untersucht auch grundsätzlich den Aufbau der alten Keroba und stellt den Unterschied zwischen Keroba und! Keduschta richtig fest (S. 117). Weniger überzeugend ist vorläufig sein Versuch, den Namen Keroba nur auf die vom Vorbeter vorgetragenen Gebetsteile festzulegen (S. 83 f.)r hingegen sehr wertvoll sein Nachweis, daß das dritte Stück jeder klassischen Keroba auf die Haftara ausläuft wie I u. II auf die Perikope (S. 16), und daß wir in den Kerobas auch Belege für die alten Haftara״Zyklen: besitzen. Interessant ist des S. 19 besprochene und 37 f. gedruckte Gedicht für einen Todesfall (in aram. Sprache), das die Bezeichnung ״Aftara“ führt. Edelmann führt uns in das Problem der Kalirschen Dichtung hin״ ein. Gleich am Anfang!mit dem Fragment einer unbekannten TaLKompo״ sition in Kalirischem Stil und' einer Keroba zu den Halbfeiertagen; von Pessach, wie man sie bisher ebenfalls noch nicht kannte (S. 2 ff., Texte ף,-א). Ein anderes Fragment mit Jom״Kippur״Piutim weist ein bisher um״ strittenes Gedicht deutlich Kalir zu (S. 11, hebr. כ״ד). Für Jom Kippur er״ halten wir überhaupt eine Reihe neuer Kompositionen, z. B. eine für den Abend (S. 6, כ), den Schluß der von mir (Studien S. 161) veröffentlichten fragmentarischen Aboda אתן תהלה (S• 12, כ״ה f.)• Auch das Problem des Sündenbekenntnisses in der Aboda und' in der Tefilla wird im! Anschluß an neue Texte behandelt. Diesem Problem ist eine andere Bonner Disser״ tation gewidmet: Gustav Ormann, Das Sündenbekenntnis des Versöhnungs״ tages, 1934. Weitere neue Texte gehören zu Rosch Haschana und zu Channukka. Alle Texte sind von beiden Verfassern auch ins Deutsche übersetzt und mit kurzen Anmerkungen versehen. Daß diese ohnehin nicht leichte Arbeit durch den fragmentarischen Charakter der Texte erheblich erschwert wird, braucht nicht gesagt zu werden. Von beiden Verfassern haben wir inzwischen bereits manchen neuen Beitrag zur liturgischen Poesie erhalten und dürfen wir weitere wertvolle Arbeiten erwarten. I. Elbogen. Bücherschau. Aron David Bernstein, Mendel Gibbor, Eine Novelle, (bearbeitet von Hans Bach), Schocken״Verlag, Berlin, 1935. 103 S. Siphre zu Deuteronomium (== Corpus Tannaiticum, Abt. 3, Teil 3), unter Benutzung des Nachlasses von H. S. Horovitz s. A. mit kritischem Apparat und Noten hsg. von Louis Finkeistein. Lieferung I, Bogen 1—4, Lieferung II, Bogen 58־־־־, Breslau, M. & H. Marcus, 1935, Subskriptionspreis der Lieferung M. 6.—. Wir möchten schon jetzt auf das Erscheinen dieser — von der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums veranstalteten — Ausgabe hin weisen; eine ausführliche Würdigung erfolgt in einem der nächsten Hefte.

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