Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 79 (1935)
- Issue
- Heft 4
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1935-01-01
- Page
- Seite 339 (sequence 2)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/1002670
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Besprechungen 339 männlichen Plural und umgekehrt und kommt dazu, den wirklichen hebr. Sprachschatz um imaginäre Worte zu vermehren לבנים kann nach ihm nur den Sing. לבן haben. Nach seiner Ansicht hat jede hebr. Wurzel immer nur e i n e Bedeutung. Alle anderen Bedeutungen! haben als abgeleitete zu gelten. Man muß K zugestehieni, daß er ein Virtuos ist in der Kunst, bei den Bedeutungswerten der gleichen Wurzel die verknüpfende Beziehung heraus« zutüfteln. Wenn man meinen sollte, es sei unmöglich, so grundverschiedene Ausdrücke wie ״ אלGatt“, אליה ,,Fettschwanz“ und ״ אלילEinfältiger“ auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, so belehrt uns K. eines anderen. Da rach ihm jedes Nomen von einem Verb herkommt, fehlt es auch hier nicht an manchen willkürlich scheinenden Kombinationen. So liegt אבן und תבן der Stamm בנה zugrunde, ״ ר1^םApfel“ und ת$גל ,,Feige“ sind wegen ihrer physiologischen Wirkung so genannt, da ersteres mit נפח ,,blasen, blähen‘“, letzteres mit ״ אנהSchmerz bereiten“ Zusammenhänge ״ י1נהTaube‘' von יל, Schmutz machen“, ״Fürst“ (in der Textprobe), weil! ׳er) Bildung hat und für Bildung sorgt usw. Auf der anderen Seite muß K., um auch mit dem, was sich seinen logischen Schablonen nicht fügt, fertig zu werden und die scheinbare Ausnahme zur Regelform zu stempeln, die Zügel recht locker lassen und in einer Art großzügig denken!, die zu seinem logischen Schematismus wenig paßt. So besteht nach ihm prinzipiell kein Unterschied zwischen Einzahl und Mehrzahl. Desgleichen vermengen sich ihm die Genera und! Tempora. So muß denn die Logik, um ihr Spiel nicht zu ver« liieren, sich selbst gegenüber einmal unlogisch werden. Verf. ist bei seiner Arbeit mit größer Gründlichkeit zu Werke gegangen. Er hat neben die mitgeteilten Ansichten und Wortanalysen K.s die An« sichten, gestellt, die andere Meister der hebräischen Sprachforschung zum gleichen Thema äußern. Von den Alten berücksichtigt er dabei vor allem Menachem,!Abulwalid, A. Ihn Ezra, Raschi> die Kimchiden. und Gersonides, van neueren Gelehrten Gesenius und Brockelmann. Efodif und Parchon sind nicht benutzt, obwohl Beziehungen zu K. kaum zu bestreiten! sind. Verf. hätte nicht so sparsam in der Punktation der behandelten hebr. Ausdrücke, namentlich der unregelmäßig gebildeten, sein brauchen. Häufig bleibt einem die Mühe des Nachschlagens. Zu ,ועשתד S. 21. Jehuda Ebn Bar am nennt einen AKaron b. סרבאדה. der das Wort wie R. Elieser als >,abschneiden“ genommen! hat — Zu טאטאתי S, 61. In einer früheren Schrift vertritt jedoch Abulwalid die Ansicht, daß der Ausdruck zu טיט gehöre. Vgl. ם* הרקטה ed. Wilenski 168, n. 1.— Zu באדרי s. 68 aus כאדדית verkürzt, so auch Parchon. — Zu 81 .$ אחדי. Abendana: einer, der zurückweicht, . Nach־ Saadja ist die Form Präg, mit Suffix der 1. Pers. Den Sprecher ist Gott.; Statt Ptolemäus S. 19, 20 ist allemal Batlajüsi einzusetzen!. Vgl. David Kaufmann, Auf den Spuren Batiajüsis usw. S. 46. M. Katten. Wilhelm Grau ״A n t i se m i tism us im s p ät e n M i ttelal te r“. Das Ende der Regensburger Judengemeinde 1450—1519. Mit einem Geleit«