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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1935-01-01 · Heft 4 · p. Seite 336

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
79 (1935)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1935-01-01
Page
Seite 336 (sequence 2)
Language
German
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336 Besprechungen Texte genau und einsichtsvoll geprüft und besprochen und sie dann mit ausführlichen bibliographischen Angaben versehen; er hat sich dadurch ein großes Verdienst erworben. Verfasser nkmmt überdies Stellung zu den einzelnen Problemen. Verfolgt der ״Bauernkalender“ aus Gezer (um 1000) tatsächlich chronologische Zwecke? Verf. meint (m. E. mit Recht), ירח bedeute viel eher ״periodo“. Der Autor der Inschrift, ein Bauer, ist eher bestrebt, die Reihenfolge der F e 1 d a r b e i t e n, als die der Monat e an« zugeben. בלעזכר erklärt: er. ״Ba'al si e Yicordat©“; religionsgeschichtliche Grunde legen eher die Erklärung ״gedenkt“ nahe: Vergl. in der biblischen Literatur זוכר הברית, ותקעתם י ״ ונזכרתם, י' זכרנו usw. An der Hand des Diringerschen Werkes müßten die in den Ostraka verkommenden Schriftzeichen der Numeralia eingehend behandelt werden. Von kulturgeschichtlichem Interesse sind die Henkel« und Siegelinschriften, Die Siegel mit althebr.: Schrift erstrecken sich über ungefähr sieben Jahrhunderte; vom X. bis zum IV. Jahr. v. — In der zweiten׳ Siegelinschrift auf S. 168 lautet die Inschrift לאליעם, allein der vierte Buchstabe ist unsicher (,,il quarto segno. e diibbio“)^ so daß Glermönt«Ganneau ein he vermutete. Ich mochte לאלנעם lesen, mit der Bedeutung ,,Gottlieb“. Die Siegelinschrift לסתרה auf S. 173 möchte ich mit בעלמעני auf S. 43 und mit f XQ, 1 und mit 4׳ XCr 1 in Vergleich bringen. Auch die termini technici der Maß« und Gewichtsbestimmungen sind weiterer Studien bedürftig. I. Zolli. Jüdische Eschatologie. Dieser Gegenstand׳ hat in letzter Zeit an einigen christlichen Theologen sorgfältige Bearbeiter gefunden. Nachdem W. Bpusset’s ״Die Religion des Judentums im späthellenSstischen Zeitalter“r von. H. G r eßman n 1926 neu Iierausgegeben, Strack u. Bill׳erbeckr Komm. z. NT aus Talmud u. Midrasch IV 799 ff. und G. F.Moo r e, Judaism, unseren Gegenstand nach dem neuesten! Stande der Forschung behandelt haften, ist ihm nun von Paul Volz unter dem neuen. Titel ״Die Eschatologie der jüdischen Gemeinde im neutestamenitlichen Zeitalter“ (zweite Auflage des Werkes ,,Jüdische Escha« talogie von Daniel bis Akiba“), Tübingen 1934y J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), ein eigener Band von 458 Seiten! gewidmet worden. Volz will eine rein literargeschichtliche Arbeit leisten. Zum Unter« schiede von Bousset geht er auf die religionsgeschichtlichen Zusammen« hänge nicht ein. Er. unterzieht sich nur der an sich schon ungemein schwierigen Aufgabe, in das Dickicht der schier unentwirrbaren escbatolo« gischen Vorstellungen einiges Licht durch eine möglichst chronologische Anordnung der Schriften zu bringen, in denen sie überliefert werden. Nach« dem er diese im ersten Teile kritisch behandelt hat, versucht er eine syste« matische Inhaltsübersicht, und zwar im 2. Teil unter dem Gesamttitel ״Die Entwicklung in der eschatologischen Anschauung und Stimmung des Juden« tums im neutestamentlichen Zeitalter“; im 3. schildert er ,,Die eschatolo« gischen Akte und Zustände“. In diese 3. Rubrik fallen: Die letzte, böse Zeit. — Der Tag Gottes. — Die Offenbarung der Gottesherrschaft. — Der Messiaskönig. — Die übrigen Heilspersonen. Das. Schicksal der Toten

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