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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1935-01-01 · Heft 4 · p. Seite 303

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
79 (1935)
Issue
Heft 4
Article
Arabische Quellen zur Geschichte der babylonischen Judenheit im 13. Jahrhundert
Date
1935-01-01
Page
Seite 303 (sequence 2)
Language
German
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Arabische Quellen zur Geschichte der babyllon. Juden heit 303 gleich eine noch imerschlossene arabische Quelle zur Geschichte der orientalischen Judenheit im 13. Jahrhundert vorliegen muß. Meine Bemühungen, Näheres über dieses Manuskript zu erfahren, blieben ohne Erfolg, doch ist diesen jetzt ein glückliches Ende gesetzt worden. Denn die vor kurzem in Baghdad unter dem Titel: ״al-hawädit al-gämra wat-tagärib ■an~nafra filmi'a as-säbva" (Die umfassenden Ereignisse und nützlichen Erfahrungen im 7. Jahrhundert)6 erschienene arabische Chronik des Historikers "Abd ar״Razzäq b. al-Füwati7, die die wichtigsten Ereignisse Mesopotamiens vom Jahre 626 bis zum Jahre 700 d, H. (1228/1300) in chronologischer Weise beschreibt, ist, wie es sich ohne weiteres herausstellte, mit dem lang gesuchten Manuskript identisch8. II.; Dieses arabische Geschichtswerk übersteigt nun alle Er- Wartungen, die auf Grund jener wenigen Auszüge an ihre Bedeutung für die jüdische Geschichte geknüpft werden konnten. Aus einer bestimmten historiogräphischen Einstellung heraus richtete der Verfasser sein Hauptinteresse auf kulturelle, administrative und wirtschaftliche Details seiner Zeit und registrierte so auch Ereignisse — und zwar mit einer peinlichen Genauigkeit — die mit den Juden Baghdads und Iraqs überhaupt im Zusammenhang stehen9. Er gibt uns Einblicke in das alltägliche 6 Baghdad 1932 (1351 d. Higra); von einer Edition der Handschrift im wissenschaftlichen Sinne kann keine Rede sein; das richtige Verständnis des Textes wird dazu noch durch Druckfehler und undeutlichen Druck erschwert. Aufschlußreich ist die Einleitung des Herausgebers Mustafa Öawäd. 7 Über Leben und Wirken dieses Baghdader Historikers (1244/1323) s. die Einleitung des Herausgebers und F. Wüstenfeld: Die Geschichts- Schreiber der Araber, Göttingen 1881/1882, S. 155, Nr. 387. 8 Das Manuskript soll sich zunächst in den Händen, von G. Safa in Beiruth befunden haben^ dann in den. Besitz von Ahmad Timur Pascha in Cairo übergegangen sein, der eine Copie nach Baghdad schickte. Dort gelang es erst I. N. Sarkis, den Autor und den Titel richtig zu ermitteln. 9 Auf die Bedeutung dieser Chronik für die islamische Geschichte kann hier nicht eingegangen werden׳. Jedenfalls könnte der Verfasser als Historiker in eine Reihe gestellt werden mit MiskawaiKi7 Hiläl as-Säbi, at״Tanüchi u. a., denen wir auch gerade wegen ihres besonderen Interesses

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