Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 79 (1935)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Geschäftsbericht [der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums] über das Jahr 1934
- Date
- 1935-01-01
- Page
- Seite 276 (sequence 2)
- Language
- German
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276 Geschäftsbericht über das Jahr 1934 Denjenigen Mitgliedern, welche auf die Zusendung der Monatsschrift verzichteten, wurde als Ersatz eines der folgenden Bücher nach eigener Wahl geliefert: Baeck: Wege im Judentum; Bin Gorion: Born Judas; B i b e l, herausgegeben von Torczyner. Als neuer Band des ״Grundrisses der Gesamtwissenschaft des Juden« tums“ erschien A. L e wie o w i.t z: Das Judentum und die geistigen Strö« mungen des 19. Jahrhunderts (640 Seiten). Das für die gegenwärtige gei« stige Auseinandersetzung besonders lehrreiche Werk hat überall berechtigte Beachtung . gefunden. Ferner konnte Band I, 2 der G erm a n i a J u « d a i! c a nach jahrzehntelanger Vorbereitung abgeschlossen1 werden. Auch dieses wichtige Nachschlagewerk findet sehr viel Anerkennung. Für das Corpus Tannaiticum ist der Druck des S i f r e zum De u « t e r o n o m i u m .im Gange. Von ihm ist die erste Lieferung fertiggestellt, so daß sie in Kürze erscheinen kann. Der Druck schrpüet rüstig fort; weitere Lieferungen werdeni in ׳ kleinen Zwischenräumen folgen. Die Fortsetzung der Gesamtausgabe der Gesammelten Schriften von Moses Mendelssohn fiel, nachdem die Akademie für die Wissen« Schaft des Judentums ihre Tätigkeit eingestellt hat, ganz und gar der Ge« Seilschaft zu. Wenn im vorjährigen Geschäftsbericht das Schicksal dieser Ausgabe als noch ungewiß bezeichnet werdeni mußte/ so hat sich in« zwischen eine; Klärung vollzogen. Wir dürfen, uns der Hoffnung hingeben, daß die Fortführung des Werkes als gesichert betrachtet werden kann. Die notwendigen Vorbereitungen; für die Herausgabe zweier weiterer Bände sind getroffen; einer wird vielleicht schon zum Herbst erscheinen können. Für die Drucklegung des Werkes von Dr. Raphael S t r a u s« Mün« chen: ״Urkunden und׳ Aktenstücke zur Geschichte der Juden im ausgehen« den Mittelalter4 wurde eine Subvention bewilligt. . Der M i t g 11 e d e r b e s t a n d wechselt sehr stark. Ausgeschieden sind 86 Mitglieder, denen 106 neueingetretene gegenüberstehen, so daß ein Zuwachs von 20 Mitgliedern zu verzeichnen ist. Die Gesamtzahl hat sich damit, von 1317 Ende 1933 auf 1337 Ende 1934 erhöht. Erfreulicherweise hat sich die ,Aufwärtshewegung in den -ersten Monaten׳ des Jahres 1935 in verstärktem Maße fortgesetzt, wir verzeichnen bis Ende Mai1 einen Zugang von 157 Mitgliedern. Freilich macht sich auch die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage unserer Mitglieder stark fühlbar, insgesamt 289 Mit« gliedern .mußte 1934 Ermäßigung des Beitrages bis zum vollen Erlaß be« willigt werden. 1 Das Amt dies Vertrauensmannes ging für Ostgalizien von Herrn Zwi Karl auf Dr. Mojzesz M eh 1 e r « Lemberg, für Rumänien von Herrn Adolf Rosenwald auf Herrn Professor 1 Osias G o t h e « Cernäuti über; für Palä« stina übernahm es anstelle von Herrn Professor Gerhard Scholem Herr Dozent Dr. Hans L e w y« Jerusalem. Die Gesellschaft beklagt das Hinscheiden einiger langjähriger Mit« glieder, die sich um die Förderung der Wissenschaft vom Judentum ver« dient gemacht und ihr besondere tätige Teilnahme bezeugt haben, so der Herren j Lippmann rBi o ch.«|Bresla1f4 Ludwig־• Mo g e?l st e i n « New York, Direktor Oscar Wa s s e r im■ a n h « Berlin. Die Einnahmen, betrugen! 20 348,22 RM, ihnen stehen 29 956.52 RM Ausgaben gegenüber, so daß ein ungedecktes Defizit von 9 608,30 RM ent« steht. An Jahresbeiträgen und Subventionen gingen 13 796,75 RM, an be« sonderen! einmaligen Spenden 2 049,59 RM, sowie an .; Druckzuschüssen für di© Monatsschrift 1712,—״ RM und für die Fortsetzung des Grundrisses 1 000,— RM ein. In den Subventionen ist ein namhafter Beitrag der Reichs« Vertretung, der Deutschen Juden enthalten, während andere Verbände und Organisationen mit. Rücksicht auf die Bewilligung der Reichsvertretung Beihilfen nur npph .in sehr geringem Maße bewilligten. Der Erlös aus Schriften der Gesellschaft betrug 1934 insgesamt