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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1935-01-01 · Heft 2 · p. Seite 206

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
79 (1935)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1935-01-01
Page
Seite 206 (sequence 2)
Language
German
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206 Besprechungen Schluß ist außer den bereits erwähnten Verbesserungen und Nachträgen (S. 355—380) ein Register der Responsen (S.381), der Talmudstellen (S. 391) und der Parallelen aus halachischen Schriften Maimunis (S. 394), sowie d'er angeführten Namen, Schriften und Sachen (S. 398—408) beigegeben. Der Text ist sorgfältig bearbeitet, einzelne Druckfehler oder Auf״ nahmen offenbar weniger guter Lesarten in, den Text, wo dile Varianten bessere liefern, ändern nichts an diesem Urteils. Die Noten sind, im Gegen״ satz zu ähnlichen Werken, von erfreulicher Kürze und Prägnanz;. Was aber befremdet, ist die Anordnung der Responsen. In; den alten Sammlungen ist sie rein zufällig, aber es stehen wenigstens die Antworten ari ein und denn selben Frager nebeneinander. Fredmann hingegen hat die Responsen. nach der Reihenfolge des Schulchan Aruch geordnet: und dadurch weder der Halacha noch der Literaturgeschichte einen! Dienst geleistet. Die Halacha hat ihn nicht nötig, denn di:e Stelle im Schulchan Aruch ist ja durch das Register am Schluß leicht zu finden. Die Literaturgeschichte aber sieht sich nun einer sehr seltsamen Art der Veröffentlichung gegenüber. Zusammen״ gehörige Sammlungen von Fragen und Antworten, wie z. R. die 24 Fragen aus Lunel über den Mischne Tora, die doch zusammengehören, sind jetzt aufgelöst und an die verschiedenen Stellen der neuen Ausgabe versprengt. Wenn in einem Responsum mehrere halachische Fragen berührt sind7 wie z. B. in dem Schreiben an Pinchas b. Meschulliam (Kobez I § 140) oder an Josef ibn Dschabir (das. II 15c ff.), so sind diese Responsen bei Freimjahri zerstückelt und ihre Partikel an die Stellen gebracht, wo׳ sie nach dem Schulchan Aruch hingehören. Die persönlichen! Äußerungen Maimunis aber, die sich keinem! Paragraphen des Schulchan Aruch einverleiheni lassen, sind vollständig weggelassen. Bei dem! Briefwechsel mit Lunel hat den Herausgeber wenigstens das Gewissen soweit gedrückt, daß er dieBegleit״ bi iefe im Vorwort S. LIX־־hLXI abgedrückt hat — sonst aber hat er jede persönliche Äußerung, völlig unterdrückt. Wir haben also eine sehr sorg״ fähige Sammlung von Gutachten), 5gewinnen aber von dem Menschen, der dahinter steht, keinerlei Bild.■ Das;־muß, wenn, wie wir hoffen, ein zweiter Band mit den Briefen und Sendschreiben folgt/ gutgemacht werden, Maimo״ nides war ja nicht fleischgewordene Halacha, sondern Mensch, und gerade aus diesen Gutachten und Briefen, in denen seine Menschlichkeit so! stark zum Ausdruck kommt, sollte das Persönliche ganz ausgemierzt, werdün? Auch die Gesellschaft Mekize Nirdämim, die mit dieser wertvollen Pirbli״ kation ihre Tätigkeit erneut airfnimmt, sollte das beachten, daß ihre Auf״ gäbe weit weniger eine halachiscKe als eine litefarhistorische' ist, ühd den literarischen Foiimien׳ und PersÖhMchkeiterv mehr Beaichtung schenken. ' ־ י יי I. El bog en. Jacob Klätzkin: Thesaurus PhilosopKious lingüae Kebraicae et veteris et recentaoris. Operis collaborator M. Zabel. Pars quari:a. Ex officina Siegfried Scholem, Berlin 1933. יעקב :קלצקין אוצר המונחים חפילוםופיים של הספרות העברית וגם הערבית שבתרגומים העבריים — בהשתתפות ד״ר׳מ• נ♦- צובל, הוצאת "אשכול" ברך שני, חלק רביעי ברלין ירצ״ד ר—ת. י' ־

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