Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 78 (1934)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Zur Geschichte und Wirtschaftskunde der Juden in Rußland und Polen
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 529 (sequence 2)
- Language
- German
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Zur Geschichte 11. Wirtschaftskunde d. Juden i. Rußland u. Polen 529 Skoworoda nicht Hebräisch konnte. Weinstein bietet neue Materialien über einen Versuch ,zur Gründung einer jüdischen landwirtschaftlichen Kolonie im Gouv. Kiev un<} Brodskij solche über Blutbeschuldigungen in Podolien im J. 1764 und in Wolhynien im J. 1701. Weiter werden noch die Austreibungen der Juden aus den Grenzzonen in Südrußland in der 1. Hälfte des 19. Jhdts. und die Ausweisung der Juden aus Kiev im J. 1835 behandelt und eine Reihe Urkunden über die Pogrome gegen die Juden im J. 1905, über Verfolgungen während des Weltkrieges u. a. m. veröffentlicht. Ebenso wird eine (nicht ganz vollständige) Übersicht über die in Rußland in den Jahren 1917—27 erschienene Literatur über Juden gegeben. Alles in allem bietet der vorliegende Band wertvolles Material zur Geschichte der Juden in der Ukraine. J. Gliksmaii: Stuktura zawodowa i spoleczna ludnosci zydowskiej w Polsce (Die berufliche und soziale Gliederung der jüdischen Bevölkerung in Polen). Warschau; Institut zur Erforschung der Nationalitätenfragen, 1.930. 55 S. 8° (Biblioteka Spraw Narodowosciowych- Bd. 10). Das vorliegende Buch stellt den 2. fast unveränderten Teil des vom Verf. veröffentlichten französischen Buches (L’Aspect economique de la question juive en Pologne, 1929) dar und ist vom polnischen Institut zur Erforschung der Nationalitätenfragen herausgegeben. Es soll wohl den polnischen Leser über die wirtschaftliche und soziale Lage der Juden in Polen informieren. M a j e r Balaba n: Zabytki historyczne Zydöw w Polsce (Historische Denkmäler der Juden in Polen). Warschau 1929. 156 S. Mit 43 Abb. 8° (Beilage zum Jahresbericht des Judaistischen Instituts, Warschau). Nach einer kurzen Übersicht über das jüdische Kunstgewerbe in Polen und einer Beschreibung von Archiven, Bibliotheken, Ausstellungen und Museen, in denen sich jüdische Kunst- und historische Gegenstände be finden, beschäftigt sich Verf. ausführlich mit jüdischen Synagogenbauten und ihrer inneren und äußeren Ausschmückung, mit Grabsteinen auf jüdisehen Eriedhöfen wie auch mit privaten und Familien-Urkunden und -Antiquitäten. Das Ganze bietet eine übersichtliche Zusammenstellung der in Frage kommenden jüdischen Kunst-, zum Teil auch historischer Denkmäler und besitzt als Nachschlagewerk seinen Wert. Um so bedauerlicher ist es, daß durch das Fehlen eines Registers die Benutzung des Buches ungemein erschwert wird. In der Feslschrift für Markus Brande (ספר היובל לכבוד ד״ר מרדכי זאב ברודא) hrsg. vom Judaistischen Institut Warschau (1931) behandelt M. B a 1 a b a n die Abstammung der Familie Or enstein-Br au de (שלשלת היחס של משפחת אורבשטיין־ברודא). B. versucht die Deszedenzlinie aller Familien, mit denen die Braude-Orenstein verwandt sind (Joel Sirkis, Saul Wahl, Zebi Aschkenasi, Heller, Buber u. a.) auf Grund von Archivmaterialien bis ins 17. Jhdt. zurückzuverfolgen. Von Wert sind hauptsächlich die Angaben über die Rabbinerfamilie Orenstein in Lemberg, wobei auch z. T. unbekannte Urkunden veröffentlicht werden. Monatsschrift, 78. Jahrgang Bi