Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 78 (1934)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Palästina-Literatur [Rezension]
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 476 (sequence 3)
- Language
- German
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476 Besprechungen lische übertragen, während das Schlußregister (S. 182-—227) die wichtigsten Gegenstände nur in englischer Sprache alphabetisch vermerkt. Es sei Hierbei z. B. auf die große Reihe von Abhandlungen über jüdische Geschichte (S. 204a—205b) hingewiesen. Eine baldige Fortsetzung dieses unentbehrliehen bibliographischen Werkes des fleißigeh und zuverlässigen Autors ist dringend zu wünschen. S. Klein. Dr. Mojzesz Weissmann: Polityka zydowska cesarzä Hadrjana, Lwow 1933, S. 96. Die Arbeit befaßt sich mit dem Problem der Judenpölitik Kaiser Hadrians. Die Einschränkung der religiösen Freiheit wird auf die hellenisatorisehen Bestrebungen H.s zurückgeführt. Die Gründung der Aelia Capitolina sollte der Verbreitung der hellenistisch-römischen Kultur dienen. Die fleißige Arbeit ’ Weissmanns enthält eine neue Sichtung und Wertung der einschlägigen talmudischen Quellen. Im Gegensatz zu den meisten Gelehrten, die nach dem Vorgang Schiatters ,,die talmudischen Quellen sprechen ließen“, um alles Mögliche herauszuleseri, haben wir hier eine durchaus umsichtige und gewissenhafte Behandlung des spröden Stoffes. — Jedoch nicht alles erscheint begründet. Daß das hadrianiseke Beschneidungsverbot sich ausschließlich auf die Juden bezog (S. 46), wird heutzutage niemand ernstlich behaupten wollen. Überdies wird manches vermißt. So wird die wichtige Stelle Just. Martyr. Apol. 1 31; Eusebius Chron. II 186 von der feindseligen Haltung der Christengemeinde während des jüdischen Aufstandes ganz übergangen. Für die bevorzugende Behändlung der Christen seitens H.s ist die Stelle von großer Bedeutung. . Die Gleichsetzung der judenfeindlichen ״Kutäer“ (Ber. r. LXIV) hat manches für sich. Selbst den eigentlichen Kamen (Simon) Bar ־Kochbas wird man aus dem Buche nicht erfahren, wiewohl das Buch an Exkursen nicht gerade arm ist. Abgesehen von diesen Mängeln bietet die Arbeit W.s einen wichtigen Beitrag zur Klärung mancher Fragen aus den Tagen H.s. Edmund Stein. Wachstem, Bernhard: מפתח ההספדים III. Folge. (Wien 1930, Bibi, der Isr. Kultusgem.) 115 hebr. + XXXIV Seiten deutsch u. hebr.-deutsch, 8°. Über die früheren Hefte s. MGWJ 1923, 148; 1928,'437. ״Es wurde wahrlich keine Mühe gespart, um den Gegenstand möglichst auszuschöpfen und ihn für biographische und sonstige Zwecke nutzbar zu machen.“ Dem bei früherer Gelegenheit vom Referenten ausgesprochenen Wunsche, die hebräischen Ortsnamen samt den Entsprechungen zu bieten, wurde Platz gegeben (vgl. S. III). Es gibt kaum ein Land der Diaspora, dessen Karne im Ortsregister nicht vertreten wäre. Ein besonderes trauriges Kapitel (S. 90—91) enthält Hespedim über Opfer von elementaren Plagen und Pogromen. Einige Kleinigkeiten: XVIIa; XXXIIb s. v. 1 פ״ח. Pecs— IJjfaiu. XXVIIIb; XXXIb s. v. טאב: Tab. XXVb; XXXIIb מאדא .= Hegyalja — Mad. XXVIIa: Pozsony. —■ S. 10 (vorletzter Karne) möchte ich die Blatt'■ nummer in 92 .:בארות אברהם א׳ ff. hinzufügen und die Jahreszahl תרפ׳״ו korrigieren. . : , S. Klein.