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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 4 · p. Seite 474

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 4
Article
Nochmals Gomal chasadim tovim [Nachricht]
Date
1934-01-01
Page
Seite 474 (sequence 2)
Language
German
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474 Besprechungen er ״Gnade erweist den Guten“, — also sich selbst als טוב bezeichnet. Überdies lautete die ursprüngliche Fassung der von G. zitierten Talmudstelle (b. Berakoth 54 b) nach רי״׳ף ,רמב״ם ,רא״ש so, wie wir sie in unseren Gebetbüchern finden, טובות (Var. ברוך הגומל לחיבים (לרעים. Gott läßt auch den Schuldigen und Schlechten Wohltaten angedeihen, — ein Gedanke, der ja häufig zum Ausdruck gelangt. גומל חסדים טובים ist im Sinne von ״vorzüglichen“ oder liebevollen Wohltaten zu verstehen, so auch Baer (Siddur Abodat Jisrael S. 43): חסדים עצומים וחשובים, zum Unterschied von Wohltaten, die sich später nicht als טוב, als absolut, erweisen (Misna Berak. 9, 3). Als Stütze für diese Auffassung verweise ich auf Landshuth: סדור הגיון לב S. 158 und סדור אוצר התפלות (Wilna 1928) S. 115 und 697. Berlin. B. Pessen. Besprechungen Palästina-Literatur. Robinson, Hunkiii, Burkitt: Palestine in General History (London 1929) VIII -J- 106 in 8° mit XV Tafeln etc. (Zu beziehen in Deutschland durch Bartels Hof, Markt 8, Leipzig Cl). Der sehr schön ausgestattete Band (einer aus der Serie der Schweich Lectures der British Academy) enthält in den beiden ersten Abhandlungen eine Skizze der Geschichte Palästinas im Rahmen der allgemeinen Geschichte von der ältesten Zeit bis Titus, während Burkitts Vortrag, etwa anhangsweise, über die Bedeutung von Petra und Palmyra handelt. Die mittlere Abhandlung zeichnet sich durch eine Anzahl sehr guter Abbildungen aus den verschiedenen Kulturkreisen, mit denen das Judentum des Altertums in Berührung kam, aus. Robinso n steht auf dem literar kritischen Standpunkt der neueren Bibelforschung, ohne jedoch die Geschichtlichkeit der biblischen Personlichkeiten zu leugnen. — S. 16 wird mit Bezug auf Ezecli 163, 45 die Ansicht vorgetragen, der Prophet hätte die hettitische Abstammung Israels behauptet. Diese Anschauung ist weder neu noch richtig. Man vgl. RDK z. St. — Der Wellhausensehe Standpunkt kommt in Hunkins Abhandlung in noch höherem Maße zum Ausdruck. Kap. 2 und 4 des Chronikbuches werden als Quelle für die nachexilische Zeit angeführt (S. 49; s. dagegen MGWJ 1926, 410 ff.; 1930, 472; Dalman, ZDPV 1931, 104 f.), Deut 279-26 als ״a Samaritan liturgical office“ angesprochen. Dagegen möge auf die glänzende Darstellung der paläst. Verhältnisse in der hellenistisehen Zeit hingewiesen werden. — Burkitt betont die besondere Lage Palästinas als Brücke zwischen Nord und Süd und die daraus resultierende Bedeutung der Städte Petra und Palmyra, die — an Seitenstraßen gelegen — in kriegerischen Zeiten zu besonderer Bedeutung emporstiegen. Hübsche Kartenskizzen machen die Darstellung lebendig, der ein Exkurs über Dusares und die Religion von Petra angeschlössen ist.

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