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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 2 · p. Seite 316

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1934-01-01
Page
Seite 316 (sequence 2)
Language
German
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316 Besprechungen gierungen der Normannen und der Staufer sehr duldsam gewesen — einstmals eine hohe Blüte auf. In einer nach dem Alphabet der Orte geordneten Liste stellt der Verf. die Träger der Konzessionen zusammen und gibt in einer beigefügten Karte Italiens eine Übersicht über die Orte, an denen Juden diese Tätigkeit als Inhaber von Leihbanken ausüben konnten. Mehrere Urkunden werden im lateinischen Wortlaut veröffentlicht. In der Einleitung zu der einen dieser Urkunden wird auseinandergesetzt, warum die Kirche die Juden duldete ,,quo sancta mater eeclesia in testimonium dominice passionis hebreos tolerat inter christianos versari ut aliquando rescipiscentes, iudaica cecitate abiecta, ad veram Christi lucem convertantur“. Für die Bereitstellung des sehr umfangreichen, auch für die Wirtschaftsgeschichte Italiens sehr bedeutsamen Materials muß die Forschung Loevinson zu größtem Danke verpflichtet sein. W. Cohn. Bücherschau Besprechungen, soweit nicht gezeichnet, vom Herausgeber Boaz Cohen, Bibliography of the Writings of Professor Louis Ginzberg, compiled on the occasion of his sixtieth birthday, with an Appreciation by George Alexander Kohut, New Yorck, 1933, 31 'S. (דוד דר־וק, ר' לוי גינצבורג (!), יחשו חייו וספריו (תרגם מ* מייזל New York 5694, 119 S. Schildert sehr lebendig den Lebensgang, zumal die Jugend Ginzbergs mit Streiflichtern auf die jüdischen und nicht jüdischen Persönlichkeiten, die ihm nahegetreten sind. Zuletzt wird auch eine Kennzeichnung der wissenschaftlichen Leistung und der Lehrweise versucht. Johannes Leipoldt, Antisemitismus in der alten Welt, Leipzig, Dörffling & Franke, 53 S., M. 1.—, versucht, die Frage nach den Beweggründen des antiken Antisemitismus neu zu beleuchten: durch den Vergleich der Verfolgungen anderer religiöser Gemeinschaften (Mysterienreligionen, Christentum) und durch Zusammenstellung von Talmudstellen (nach Goldschmidts Übersetzung) über die Abschließung der Juden und über deren Ansicht vom Haß der Außenwelt. L. glaubt in der Haupt- Sache an religiöse und politische, daneben aber auch an wirtschaftliche Beweggründe des antiken Antisemitismus; Rassenhaß könne kaum im Spiele sein. Die Sammlungen aus dem rabbinischen, zumal dem midraschischen, und aus dem griechisch-römischen Schrifttum, zumal über Völkerhaß, bedürfen stark der Ergänzung; trotzdem ist das Schriftchen, dessen Wertmaßstäbe natürlich nicht die unseren sind, als verdienstlich zu begrüßen. Levine, Ephr., The Origin and Growth of the Mocatta Library, Museum and the Gustave Tuck Theatre, University College, London. London, Colchester and Eton: Spottiswoode, Ballantyne & Co. 31 S. 4° — Im Jahre 1905 hinterließ Frederick Mocatta der Jewish Historical Society vermächtnisweise eine Bibliothek und ein Museum, die in den Räumen

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