Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 77 (1933)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 400 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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400 Bücherschäu דרשות וחדושי רכרג מעזבון. כתבי יד של ר׳ מיכאל נאלדבערגעד ז״ל.שהיה רב. אב׳-ד בעיר מזאטור (הוגגאריא) מהון בניו ובנותיו יצא לאור עם הקדמת ישראל גאלדבערגער רב בעיר טאטא" תרצ״-ב♦ Köhn Mor Yac 1932. Der Verfasser gehört der 2. Hälfte des vorigen Jahrhunderts an. Sein Bildungsgang vollzieht sich an den drei wohlbekannten Jeschiboth Ungarns: Dunaszerdahely (Juda AsZÖd), Pxeßburg (A. S. B. Schreiber) und Großwardein (J. A. Landsberg). Der Einfluß dieser Schulen ist auch in seinem Werke deutlich sichtbar. Rabb. Dr. Isidor Goldberger aus Tata, ein bekannter Gelehrter, der Neffe des Verfassers, hat der Herausgabe des Werkes besondere Sorgfalt zugewandt und ihm eine Einleitung beigegeben. Besonders beachtenswert ist die Liste der Werke, deren sich der Verfasser bedient hat. Neben den bekannten Halachisten und Kabbalisten begegnet man nicht ganz selten Philosophen wie Bachja ibn Paquda, Levi b. Gerson, Josef Albo, Isaak Arama und anderen. Das Werk liest sich leicht und zeichnet sich durch wohltuende Unmittelbarkeit aus. M. Guttmann. Bernhard Isaak, Der Religionsliberalismus im deutschen Judentum, Leipzig 1933, Druckerei der Werkgemeinschaft, 76 S. Behandelt die Voraus- Setzungen für die Entstehung des religiösen Liberalismus im Judentum und die Geschichte seiner Entwicklung auf Grund bekannter Tatsachen. ' Der Kenner kann höchstens im driften Kapitel (die religionsgeschichtliche Bedeutung des Religionsliberalismus) Ansätze zu einer Analyse der hier zusammen wirkenden geistigen Kräfte finden. Shmarya Levln, Jugend in Aufruhr, Berlin 1933, Rowohlt, 330 S. Dieser zweite Band der sehr lebendigen Selbstbiographie Levins ist zugleich wertvoll als Schilderung jüdisch-russischen Lebens wie als Darstellung des Zusammenstoßes des Ghettojuden, der das Russische mühsam erlernen mußte, mit den in Kultur und Sprache ihrer Umwelt aufgewachsenen Vertretern der deutschen Orthodoxie und des Liberalismus. I. Zulay: פיוטי יניי לשמע ישראל• A. M. Habermann: תפלות מעין שמונה עשרה Berlin, Schocken-Verlag, 1933, 19. 57 S. 8°. Interessante Gelegenheits- Schriften zweier Mitarbeiter des Forschungsinstituts für Hehr. Poesie anläßlich der Barmizwahfeier von Gideon Schocken. Zulay veröffentlicht eine unbekannte Keduscha Jannais zur Perikope Deut 64 und Sech 149, Habermann vier poetische Bearbeitungen der Tefilla. Eine davon mit dem ständigen Reim ציון und ירושלים (S. 57 f.) folgt dem pal. Ritus; die drei anderen, nach habyl. Ritus, sind jünger, auch nur Privatgebete. — die kürzeste (S. 47 f.) aus Italien 16. Jahrh., die längste (S. 5—35) aus Spanien aus einer Zeit religiöser Bedrängnis von einem philosophisch, die zweite (S. 36—44) von einem am Schir Hakawod orientierten Dichter. Beide Herausg. fügen knappe Quellennachweise und ein kurzes Nachwort hinzu, Zulays Ansetzung Jannais nach der Perserherrschaft in Palästina (S. 7 Anm.) wird nicht ohne weiteres Zustimmung finden, ebenso enthält Habermanns Nachwort manches Problematische. I. Elbogen. Unberechtigter Nachdruck aus dem Inhaltdieser Zeitschrift ist untersagt. Für die Schriftleitung verantwortlich:. Prof.Dr. 1. Heinemann in Breslau. Drudk von Th. Schatzky R--G.t Breslau 5.