Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 77 (1933)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 152 (sequence 2)
- Language
- German
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152!Besprdchupgeh gangen oder: verlegt: worden sind. Die :Berichte über die Große Synagoge am Duke’s Pla.ee hüben beträchtlich unter 'dem Zahnender Zeit gelitten, und .s:0; > bleibt die Geschiehte; der ältesten und einer der wichtigsten und herrlichsten Synagogen der Hauptstadt für das erste Viertel eines Jahrhunderts fast; völlig, unbekannt. - :Die Urkunden der Großen Synagoge, die sich bis zu der• umfassenden Zeit der Königin Elisabeth ziirückdatieren, sind ihre ältesten Berichte, obwohl sie sich nicht, auf die Geschichte der Gemeinde beziehen. Auf Grund ,dieser zeichnet Dr. ׳Roth die Geschichte der Lage, die sie mit der Hauptströrnung der englischen Ges-chlchte während des sechzehnten Jahrhunderts in Verbindmvg bringt. Die erste Urkunde, die die Entstehung der aschkenasisdien Gemeinde in London verzeichnet, ist der Pachtvertrag betreffs des Alderney Road- Eriedhofes; den ein Aschkenasi, Benjamin Levy, im Jahre 1697 erwarb. Zur ׳selben Zeit: gründe teil die Asciikenasim auch ihre besondere Beerdigungsgesellschaft, und unter den Namen ihrer ersten Beamten, die der Verfasser veröffentlicht, erkennt der Unterzeichnete Judah Leib b, Moses aus Lissa wieder als den Vater des Jakob aus Lissa, des Verfassers des ethischen Wer kes השתקרית מלך הנגב עה מלך הצפון der .uns in seiner הקד!מח erzählt, sein Vater sei שלוחא .דציבורא in London, gewesen, wo er früh starb, als Jakob erst neun Ja 11 re alt war. Die eigentUiclieii Berichte der aschkenasi sehen Gemeinde beginnen mit einem Rechnungsbuclie vom Jahre 1708 und einem Bande Verordnungen (תקנות), die bei der Einweihung der Großen Synagoge auf dem Duke’s Place im Jahre 1722 abgefaßt 1wurden und zu den Protokollbüchem aus dem Jahre 1794 führen. Aus einer Aufschrift auf dem Buchdeckel des Bandes schließt Dr, Rqth, daß es eine ältere Sammlung von Verordnungen gegeben habe, und kommt zu dem Schluß, daß schon im Jahre 1692 auf dem Platze, wo sich die Große Synagoge jetzt befindet, ein aschkenasis dies Gotteshaus beständen habe, ,welche somit Anspruch machen kann auf ,,eine ununterbrochehe *Überlieferung des Gottesdienstes an demselben Platze, welche um einige Jahre älter ist als die irgendeiner Gemeinde in England, selbst die sp an i s ch - por t ugiesi s die Synagoge in Be vis Marks nicht ausgenommen“, die im Jahre 1702 eröffnet wurde. Der den .Verordnungen beigefügte Band enthält auch Notizen übet־ Versammlungen und Briefwechsel in der Zeit von 1729—1790, welche alle reichlich Aufschluß über die soziale und politische Geschichte der Gemeinde in ihren frühesten Tagen geben.;/Auf Dr. Roths —sehr dankenswerten —ד■ Vorschlag sind alle Akten, Urkunden, Notizen und Listen, die er verzeichnet, in Klassen eingeteilt und katalogisiert liat, aber wegen Raummangels nicht angeführt werden kön nen, im Archiv der •Vereinigten Synagoge unJergebraelit Avorden, und sind Gelehrten dort zugänglich. Isidore Epstein (deutsch von. E. T-).