Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 77 (1933)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 147 (sequence 2)
- Language
- German
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Besprechungen 147 Verfasserin auf Einzelheiten; es genügt nicht, in einem Anhang die Terminelogie zu bringen, ohne auf die zeitlichen und örtlichen Umstände hinzuweisen, die die Verschiedenheit der Ausdrücke bedingen. Bo wird mit Sidra zuerst die Hochschule Rabbis bezeichnet; hiermit wollte man sicherlieh auf die Tätigkeit in seiner Schule, nämlich auf die des ״Ordnens“ der ,,Redaktion“ hinweisen. Ebenso ist Methibta eine bestimmte Hochschulform, bei der die Ordination vorgenommen werden konnte1 2. Es geht auch nicht an, die ,Hochschulen mit Jawne beginnen zu lassen, S. 28, oder zu sagen: ,,nous pouvons cependant placer a l’epoque tanaitique la formation premiere de la doctrine pedagogique S. 8, obwohl doch bereits sehr beachtliche pädagogische Lehren in Mischle gegeben werden. Der Schluß: weil Schulbezeichnungen in der Bibel nicht Vorkommen, waren auch keine Schulen vorhanden, ist in dieser Form unzulässig3־. Des weiteren muß ein Unterschied zwischen den Quellen selbst gemacht werden. Der bekannte Bericht B. Bath. 21 a zeigt im Aufbau und Stil, der den makkabäischen Büchern ähnelt, zur Genüge, daß wir es hier mit einer alten Quelle zu tun haben und dürfte keine grundsätzliche Ablehnung finden. S. 26. Es wäre auch wichtig, den Aufbau und das Verhältnis von Elementar- und Hochschule, S. 37, 44, gerade im Hinblick auf ihre ausgezeichnete Organisation eingehender darzustellen. Entsprechend den Begriffen ,קרא שבלש ת״ח ,שבה sind drei Stufen zu unterscheiden.. In cler Volksschule wurden Bibel und die praktischen Halachot unterrichtet. Von ihr unabhängig entwickelte die Hochschule ihre Organisation. Hier scheiden wir zwischen dem Außenraum תוך ,ברא wo die neuein tretenden Schüler über die tannaitischen Midraschim תוספתא ,מידות für den Eintritt in den Innenraum. פנים in die כגסת ,כלה ,ישיבה vorbereitet wurden. Ebenso hätte der versclvedenen Gruppen חבריה, der verschiedenen Stufen des Schülers, des יושב בראש des סדרן, des תנא, des מפטיר כנסיות . und des Verkehrs unter den Schulen selbst Erwähnung getan werden müssen. Breslau. Andre Feilschuß. Schechtcr* Abraham L. Studies in Jewish Liturgy, based 011 a unique manuscript entitled Seder Hibbur Berakot. VIII -f 139 S. 8°. Philadelphia, Dropsie College, 1930. Dank der Mühe Salomon Schechters ist der allergrößte Teil des Inhalts der Turiner Machsor-Handschrift Nr. 29 bis auf eine Anzahl Piutim und Selichot gerettet, während das Original ein Opfer des großen Bibliotheksbrandes von 1904 wurde *— vier photographierte Seiten des Originals sind in der vorliegenden Veröffentlichung hinter S. 126 wiedergegeben. Der Inhalt der Handschrift ist überaus reichhaltig. Gemäß der Beschreibung in JQR NS XXI 277 ff. umfaßt er nicht nur das gesamte Gebetritual 1 Vergl. Lauterbach: The name of the rabinical schools and assemblies in Hebrew Union College: Jubilee Volume S. 211 ff. 2 S. Herner: Erziehung und Unterricht, Hauptfestschrift S. 65, betrachtet בית als Bezeichnung für Schule. ׳10