Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 77 (1933)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 146 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2829132-2829991-2829994-2838156--51914-2838246- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Riga 1× ep/1000826
OCR text
146. Besprechungen Die: mit גופא: beginnende Suggia ist stets, im ganzen öder wenigstens in einzelnen Teilen, ä 11 e r als diejenige, auf die sie sieh bezieht. Dagegen ist eine Suggia, die אמר מר am Anfang hat, gewöhnlich, jünger als die ihr vorangegangene oder höchstens g l e i ch e.n Al t e r s mit ihr (vgl. S.. 124—128, 131; 147, 152). ' Die Schrift, :die außer den erwähnten wichtigen Feststellungen noch eine Anzahl wertvoller Beobachtungen an verschiedenen talmudischen Texten enthält (vgl. besonders S. 112—114),/ bereichert in hohem Maße unser Wissen von dem ,Werden und Wesen des babylonischen Talmuds. Daß der Verfasser den weitschichtigen Stoff übersichtlich geordnet und seine Darstellung in einem klaren hebräischen Stil abgefaßt hat, dafür wird ihm jeder Leser besonderen Dank zollen. Wahrmann. Towa Perlow: L’.education et i’enseignement chez les Juifs a Pepoque talmudique. Paris, Ernest Leronx 1931. . Nach der Arbeit von F. Schargorodska, Riga 1913, liegt nunmehr die zweite Arbeit über dieses Thema aus der Hand einer Frau vor. Beide haben manches zur Klärung dieser Fragen bei ge tragen. Die bisherige Literatur1 über die talmudische Zeit wrar zum größten Teil .unsachlich, apologetisch,, und nicht darauf bedacht,, die. Eigenart der jüdischen, Pädagogik herauszuarbeiten. .Hierauf legt die Verfasserin den Hauptton; daher die mehrmalige Wiederholung der dieser Aufgabe dienenden Gedanken, z. B. S. 22 ff. Diese Abgicht ist ihr in hohem Maße gelungen, wenn auch eine restlose Aufklärung nur nach einer modernen talmudischen Psychologie möglich sein wird. Das Wesentliche an der Methode hat die Verfasserin geschickt ־herausgearbeitet, indem sie die Fragemethode als Gegensatz zum mechanischen Auswendiglernen darstellt (S. 59 ff.). Wünschenswert wäre freilich gewesen, die besondere Forderung des שמש in der jüdischen Pädagogik heraus zu arbeiten und zu zeigen, wie der Lehrer durch den ständigen Verkehr zum Vorbild wird und durch seine persönliche Einwirkung den Charakter, des Schülers bildet. Zu wenig Gewicht legt!Anscheinend übersehen sind: A. Schwarz: die Hochschulen in Palästina und Babylonien J. f. j. G. L. Bd. II, Berlin 1899. S. Stein: Schul- Verhältnisse, Erziehungslehren und Unterrichtsmethoden im Talmud, Berlin 1901. M. Silberberg: Pädagogisches aus dem Talmud:, Feilchenfeld- Festschrift 1907, S. 485 ff. S. L. Horowitz: Sefer hadath wehachinuch, New York 1927. Mirkin : Hadath wehachinuch,. Jerusalem , 1925. Ferner folgende Arbeiten zur. biblischen Pädagogik: W. Fischel; Die jüdische Pädagogik in der tannaitischen Literatur, Gießen, 1928, Doktordissertatiom Dr. Heinrich Kaupel: Über die Erziehung und den Unterricht im vorchristlichen Israel, Theologie und Glaube 1926, S. 615.; S; Hemer: Er- Ziehung und Unterricht in Israel, Haupt-Festschrift 1926,: S. 58 ff, M. Kegel: Die Erziehung der Jugend im Volke Israel, 3. 11. 4. Heft, 3. Reihe der ,,Hefte zur Förderung christlicher Erziehungswissenschaften.“ Öls 1917.