Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 77 (1933)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Zum Martyrologium [Nachricht]
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 141 (sequence 2)
- Language
- German
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Hans Lichtenstein: Zum Martyrologium 141 S. 47). Zudem heißt die altmärkische Stadt im Mittelalter fast immer Angermünde, während der uckermärkische Ort Neu-Angermünde genannt wurde (Holtze, Schriften des Vereins für die Geschichte Berlins XXI, 70). Hans Lichtenstein. Prophetie und Teleologie bei Maimonides. I. Zu Heinemanns Kritik S. 476 ff. des vorigen Jahrgangs. 1. Für meine Darstellung der Imagination als Mittler zwischen Aktivem und menschlichem Intellekt, somit letzterem vorangehend, ferner als das Organ der Prophetie wie auch als Ersatz der Sinne habe ich reichliche Belege angeführt (Proph. 104, Anm. 115—116, 118 f. Anm. 171—172). Die Dar- Stellung als ,,keinesfalls zulässig" bezeichnen, ohne auf die Belegstellen einzugehen (H. 477), kann man nicht recht. Auch diese summarisch als ,,gelegentliche Ungenauigkeiten44 abzutun oder eine einheitliche Lehre nach ,,Motiven“ zu zerstückeln, ist weder richtig noch gerecht, wenn es sich nicht um Schriften verschiedener Perioden, sondern um einige zusammenhängende Kapitel eines und desselben Buches handelt. 2. Zur Teleologie. — In einer Darstellung, die keine Zitatensammtung sein will, muß wohl dem Leser — nach genügender Vorbereitung, manches in neuem Licht zu sehen — verschiedenes später ,,verraten“ ־werden. Daß es ferner nicht genügt, ,,wenn man Maim. nur ausreden läßt“, beweisen Forscher wie Munk und Kaufmann, die eben zwischen I und III keinen Widerspruch fanden, so aber zur Annahme einer Negation aller Teleologie bei M. gelangten (Tel. 418, 10—11). Woher es H. (480,1) als ,,natürlich“ hat, daß es bei Kaufmann ״keine abschließende Kennzeichnung44 ist, unterläßt er anzugeben. 3. Wenn man die Stelle über כל פעל ד׳ More III, 13 (Munk כ״ד b) — deren Interpretation H. (482, 1) so ,,lehrreich“ für meine Art findet — nachliest, kann man leicht entscheiden, ob das — ואם יהיה שב אל הפועל אפשר שיהיה י שב אל הפעול eine strikte Disjunktion der Zwecke darstellt, wie H. will, und ,,in jedem Fall kann es nur einer sein44 (welchen aber M. lehrt, oder welchen Zweck in welchem Fall, und wozu diese ganze Interpretations-Alternative soll — verrät H. nicht), oder aber ob beide Deutungen nebeneinander bestehen können und müssen, da ja M. —was H. S. 479 unbestritten läßt — eben die Koexistenz von Selbst-Zweck und Gott-Zweck, im Gegensatz zur dinglichen Fremdzwecklichkeit, lehrt und gerade i n diesem Abschnitt. 4. Zu 480, 2. — a) Ich zitiere die Einleitung als Einleitung zu Seder Seraim, weil sie, auch in sämtlichen Erstdrucken, diese Überschrift trägt. Wohl fehlt im Original jede Überschrift (jedoch Pock., Porta Mos., ״in Seder Zeraim praefatio“), aber wir zitieren nun einmal nicht die arabischen Titel und Überschriften, etwa Sirag etc., sondern die hebräischen. — b) Zu meiner Darstellung der Lehrmeinung vom Menschen als Zweck ״in der sublunaren Welt“ füge ich — ״verschämt“ und in Klammern —