Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 77 (1933)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Nachtrag zu Jahrgang 1928 S. 204 ff. [Nachricht] / Grunwald, Max
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 140 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2829132-2829991-2829994--51900-2838240- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
140 Max Gruirwald: Nachtrag zu Jahrgang 1928 S. 204 ff. Nachtrag zu Jahrgang 1928 S. 204 ff. Zu meinem Beitrage ,,Aus Rothenburg o. d. Tauber“ sandten mir die Herren Rabbiner Dr. Eckstein, Bamberg und Th. Harburger, München, zum Teil mit Benützung einer älteren Lesung M. Hofmanns der dort S. 206 und 212 wiedergegebenen Grabschriften die folgenden Notizen: H. liest in Nr. 1 statt pgft; ק^, demgemäß wäre als Jahresdatum statt 1288 1388 anzunehmen. Für בעשר הרביעי setzt er?... בעשה חופ. Dies wäre meines Erachtens חופתו zu ergänzen und hierbei an die Ghuppot zu denken, die den Frommen im Paradiese bestimmt sind (nach Stellen bei BüchlerMGWJ XLIX, 18, vgl. Artikel ״Chuppa“ der Enc. Jud. S. 578). Von weiteren Abweichungen seien hier angemerkt: Nr. 2, statt צ״ו: ב״ו, Nr. 3, statt ב״ו; rx, Nr. 4, statt הגבר : המאר (wohl הגביר), statt ר׳ ברוך : רבנו (so auch bei Hofmann, vgl. meinen Artikel S. 212), Nr. 6, statt בש[בת] : בני, Nr. 9, statt הזקינה : הוסרה, statt 2 =) ד : ו. Nov.), Nr. 10, statt פ״ה? : פ״ד, Nr. 12, statt (?)ד und ו(?)־ beide Male ג, Nr. 13, statt 'ק: ה(?) ת, statt בא,? : כ״א, Nr. 15 nach יום ג, : שבט, Nr. 18, statt?יום ב׳ : יום, Nr. 19, statt (?)כ״ה זב oder כ״ד, statt קל״ה? : קל״ד, Nr. 20, statt הורמה : הוקמה, statt חכים : חיים, statt ל״ב? : י״ב, statt ל״ה : קל״ה (also 1275), Nr. 21, statt מגלין : מגדלין, statt ד, שבט י» הק״ר : הח״ר, Nr. 22, statt בא,? : כ״א, Nr. 23, statt ,כ״׳ט : בט, Nr. 27 יום ג׳, Nr. 29 ,י ״ שרה בת ר' מאיר ב, תשרי יום א לפר, יהי חלקה בערן גן «.♦ also 53 1292 =־, so nach Hofmanns Lesung, Nr. 30 פה בקברה מ׳ ריכלץ רבקה בת שלמה, vgl. Nr. 28. Unter den von mir a. a. O. S. 212 angeführten Inschriften finden sich nicht die folgenden von Harburger äufgezeichneten: Gita bt Isak 15. IX. 1395, Jakob b. Abraham 16. III. 1386, Ribka bt. Menachem 23. I. 1347, Josef b. Eleazar 27. YI. 1384. Angesehene Mitglieder des yon mir a. a. 0־. erwähnten Geschlechtes der Thursos, darunter ein Palatin und ein Erzbischof, bei F. M. Mayer, Geschichte Österreichs I 610, 649, II 102, 112. Grunwald. Zum Martyrologium. 1. Salfeld erwägt S. 163 die Vermutung, daß mit dem von Isaak b. Samuel S. 28. genannten פרימשלא das uckermärkische Städtchen Prenzlau gemeint sein könnte. Diese Vermutung ist abzulehnen, denn Juden sind in Prenzlau erst 1320 bezeugt (Riedel, Codex dipl. Brandenb. A XXI 121). Dies ist zugleich die erste Erwähnung von Juden in der Uckermark überhaupt. Mithin ist nicht anzunehmen, daß dort bereits vor 1298, dem Todesjahre Isaak b. Samuels, Juden gelebt haben. 2. Unter dem S. 85 zwischen Stendalund Osterbürg als Marterort zur Zeit des Schwarzen Todes genannten אבגימונד ist schon nach dem rZusämmehhange sicherlich Tängermünde in der Altmark zu verstehen. Von einer jüdischen Ansiedlung in Angermünde in der Uckermark fehlt im ganzen Mittelalter jede Spur, während Juden in Tängermünde seit 13.11 bezeugt sind (Zahn, 28. Jahresbericht des Altmärkiseben Vereins für vaterländische Geschichte und Industrie zu Salzwedel, Abt. für Geschichte