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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 6 · p. Seite 618

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 6
Article
Zur Encyclopaedia Judaica [Nachricht]
Date
1932-01-01
Page
Seite 618 (sequence 2)
Language
German
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618 Besprechungen Gorrigenda zum 8. Band angegeben, bringen wir diesen Artikel :־;unter Predigten. Unter demselben Stichwort. wird auch Derascha behandelt werden. ל- Dschemal Pascha: Es widerspricht unseren Grundsätzen, Artikel dieser Art als besondere Stichwörter auszuzeichnen (ebensowenig wie Artikel über die polnischen Könige, Johann Sobieski usw.). Insofern eine Beziehung zwischen dem betr. Staatsoberhaupt und dem Judentum bestanden hat, wird sie in dem Artikel über das betr. Land oder in einem anderen Zusammenhang behandelt. Die vom Rezensenten vermißten Rechtsbegriffe sind in der ,,Ency־ clopaedia Judaica44 teils anders und adäquater eingereiht (wie z. B. Erpressung unter Zwang} Dispense unter Schwur, Fahrlässigkeit unter Schuld), teils sind sie in einer jüdischen Enzyklopädie nicht am Platze, da die betreffenden Begriffe im jüdischen Recht entweder nicht bestehen oder keine Bedeutung haben, so z. B. der Rechtsbegriff Fiktion, Drohung u. dgl... . Die beiden Artikel über den Dekalog sollten sich wechselseitig, erganzen; der erste gibt die, Inhaltsangabe des Dekalogs und eine kurze Registrierung ähnlicher Gebotsreihen. Der zweite enthält die kritische Analyse der Probleme: Bundestafeln, Dekalog־, wobei von dem Verfasser auch zu der Theorie M. J. bin Gorions Stellung genommen wird. Nicht in die ,,Encyclopaedia Judaica44 gehören Artikel, die entweder mit dem Judentum in gar keinem historischen Zusammenhang stehen oder höchstens mit apologetischen Tendenzen der Neuzeit Berührungspunkte aufweisen;.Artikel, die vielleicht in einem Lexikon des liberalen Judentums, nicht aber in einer, groß angelegten, auf Objektivität aufgebauten, Enzyklopädie des Gesamtjudentums Platz haben, so z. B. ,,Denkfreiheit4■, ,,Fatalismus4,,Feindesliebe“ (s. 0.). Da die ,,Encyclopaedia Judaica44 sich überdies die Aufgabe stellt, neben der Gliederung des Gesamtstoffes in alphabetisch geordnete Einzelartikel die Einheitlichkeit der Themata durch Veröffentlichung zusammenhängender größerer Monographien zu wahren,, muß sie sowohl aus redaktionellen Gründen als aus Rücksicht auf die durch dieses Prinzip gebotene Raumersparnis kleinere Stichwörter in die größeren Zentral artikel einordnen (so z. B. Erkenntnis Gottes unter Gott). Brächten wir, wie der Rezensent vorschlägt, ein Stichwort Ehre, so wären wir verpflichtet, auch Mißgunst, Neid, Schande, Scham, Zorn, Leidenschaft aufzunehmen; dem Charakter der ״Encyclopaedia Judaica44, die nicht ein Wörterbuch sein will, entspricht es eher, diese Affekte, insofern die historische Stellungnahme des Judentums zu ihnen behandelt werden soll, in der großen Monographie Sittenlehre zu behandeln. ־ , Zentralredaktion der Encyclopaedia Judaica Jakob Klatzkin. Also: von manchen der Schlagwörter, die ich vermißt habe, behauptet die EJ, daß sie anderswo behandelt sind, von anderen, daß sie. lceinp ..Behandlung erfordern. Von ,,Feindesliebe4‘ behauptet sie sogar beides. . ׳

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